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Heimat

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© Gedichte Josef Weichselbaum Verlag Genaustria.at

Die wahre Liebe

Ach könnten sich Verliebte wahrer lieben,
wenn sie mitsammen durch das Leben schreiten,
nach Jahren ist das Herz allein geblieben.

So viele fragen, wie ist wahres Lieben,
was kann uns dauerhaftes Glück bereiten,
wer kann uns dazu sicher führ'n und leiten,
ist 's falsch, wenn täglich wir Umarmen üben ?

Wahre Liebe ist - jedes Opfer bringen,
Seele sein wollen im geliebten Andern
und geistig schweben über Raum und Zeiten

und Gott ein freudig Alleluja singen,
dann Satan kann mit seinen Helfern andern,
noch mit dem Tod um Eure Seele streiten.

                                                  1994


Ein weiterer Beitrag von Josef Weichselbaum, einem Bauern (80 Jahre alt)
Das Buch mit allen seinen Sonetten kann im Genaustria Shop erworben werden
    shop.genaustria.at

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© Buch: Gedichte von Josef Weichselbaum

Costolette di Maiale alla Modenese - Schweinekoteletts In Weissweinsauce

Zutaten

Portionen: 4

1 Teelöffel zerriebene, getrocknete Salbeiblätter

1 Teelöffel zerriebene, getrocknete Rosmarinblätter

1 Teelöffel Knoblauch (feingehackt)

1 Teelöffel Salz

Pfeffer (frisch gemahlen)

4 Schweinekoteletts (Lungenbraten) ungefähr 2 1/2 cm dick

2 EL Butter

1 EL Olivenöl

0.75 Tasse Weisswein (trocken)

1 EL Petersilie (glattblättrig, frisch, fein gehackt)

___________________________________________

Zubereitung

Rosmarin, Knoblauch, Salbei, Salz und ein bisschen Pfeffer mischen und ein klein bisschen davon fest auf beide Seiten von jedem Schweinekotelett drücken. Die Butter mit dem Olivenöl in einer schweren, 25 bis 30 cm großen Bratpfanne bei mässiger Temperatur schmelzen. Wenn sich der Schaum gelegt hat, die Koteletts in das heisse Fett Form und 2 bis 3 min auf beiden Seiten anbraten, wobei man sie vorsichtig mit der Zange umwendet. Wenn sie goldbraun sind, aus der Bratpfanne nehmen und auf eine Backschüssel legen. Alles Fett bis auf eine schmale Schicht am Boden der Bratpfanne abschütten, 1/2 Tasse Wein zufügen und zum Kochen bringen. Die Koteletts wiederholt in die Bratpfanne Form, zudecken und die Temperatur stark reduzieren. Gelegentlich mit dem Bratensaft aus der Bratpfanne begiessen und die Koteletts 25 bis eine halbe Stunde dünsten, bzw. bis sie weich sind, wenn man sie mit der Spitze eines scharfen Messers prüft. Auf eine vorgewärmte Servierschüssel legen und in die Bratpfanne die übrige ein Viertel Tasse Wein gießen. Bei großer Temperatur schnell zum Kochen bringen, wobei man den an der Bratpfanne haftenden Bratensatz mit hineinrührt. So lange machen, bis nur ein paar EL sirupartiger Glasur übrig sind. Abschmecken und die Petersilie hineinrühren. Die Sauce über die Koteletts gießen.

Markiert in:

Entsagung

Man kann dem andern vieles schenken, leihen:
Du teilst das Brot mit mir, ich will Dir danken,
Du tröstest mich wie einen Müden, Kranken,
ich wollt' Dir meine LIebe geben, weihen.

Nun sehnsuchtsvolle Wochen schon sich reihen,
ich quähle Tag und Nacht mich mit Gedanken,
und meine Hoffnungswünsche längst versanken,
ich kann aus Liebe Dir auch viel verzeihen.

Denn Du bist fern von mir in ander'n Welten,
wo and're Wünsche, gelten
und wo der Geist noch Großes leisten will.

Ich bin allein in Sehnsucht, Leid und Kummer,
mein Herz wird still, mein Schmerz wird immer stummer
und über Nacht ist vielleicht alles still . . .


                       Ein weiteres Gedicht von Josef Weichselbaum

Das Buch mit 255 Seiten /Gedichten können Sie erstehen in unserem Onlineshop - Shop.Genaustria.at

Familien /Forschung bald zu Ende?

Sind die Familien + Forschung bald zu Ende in den nächsten 2 Generationen?
!  Ein Artikel aus dem Bereich "Diskussionen" mit Diskussionen !
Diese provokante Fragen stelle ich hier, nachdem ich bei Bekannten immer öfter die Diskussionen mit verfolge, die Kinder oder Enkel an öffenlichen Schulen zum Unterricht übergeben haben.

Ich lese also einen Beitrag darüberauf der Webseite Hintergrundinformation von engagierten Eltern.
Mit diesem Text: „Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler" v. 29.April 2015

"Der Verlust des Schamgefühls ist das erste Zeichen von Schwachsinn. … Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig …
Die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen". (Sigmund Freud (1905) Ges. Werke VII, S. 149)

Dieser Gedanke Freuds wird von Prof. Dr. Hans-Jochen Gramm weitergeführt, wenn er sagt:
"Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler,
um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und
den Autoritätsgehorsam einschliesslich der Kinderliebe zu den Eltern gründlich zu beseitigen."
Handbuch für Lehrer, – "Anleitung zur Handhabung der Rahmenrichtlinien für Sexualkunde in H...."
... (So ähnlich auch auf Webseiten des Unterrichtsminsiteriums)


Dazu aber auch <Der Gesetztestext>>
„Der Staat hat bei Ausübung der von ihm auf dem Gebiete der Erziehung und des Unterrichts übernommenen Aufgaben das Recht der Eltern zu achten, die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen."
1. ZUSATZPROTOKOLL ZUR EUROPÄISCHEN MENSCHENRECHTSKONVENTION (hat in der österreichischen Gesetzgebung Verfassungsrang) <<

? Ist eine Familie dann noch eine Familie ? Gibt es dafür überhaupt noch allgemeines Interesse ?

Dazu die Schlagzeile auch heute in den meisten Tageszeitungen:
Deutsche streiten um Verbot von 'Kinderehen' (also Pädophilie, staatl. genehmigt)
Zahlen steigen 06.11.2016, 08:10
"Nach der Einreise von Hunderttausenden Flüchtlingen lässt das Thema Integration Europa nicht zur Ruhe kommen. Sorgten zuletzt etwa im Sommer Verbote von Burka und Burkini für heiße Diskussionen, ist jetzt in Deutschland eine heftige Debatte über Kinderehen entbrannt

Die Veranstaltungen hier

Ich möchte mich hier für diesen Kundenservice der Veranstaltungen, Ausstellungs Tipps und Jahrestage herzlich beim Team von Genfamily bedanken !
Alle sind vielfältig, heißt Beiträge für Jedemann, und ich habe schon einige Vorschläge mit meiner Familie besucht, und kann nur sagen: einfach TOLL.

Noch nie war etwas negatives bei der Organisation und der Durchfühung bemerkt (also wirkliche gut ausgewählte Empfehlungen).

Wie ich höre, kann man in Bälde die Buchungen gleich auch hier auf der Plattform machen.


Anna Maria Mauricia von Spanien, genannt von Österreich gemäß ihrem spanischen Namen Ana de Austria bzw. ihrem späteren französischen Namen Anne d'Autriche, (* 22. September 1601 in Valladolid; † 20. Januar 1666 in Paris) war eine spanisch-portugiesische Infantin und Erzherzogin von Österreich aus dem Hause Habsburg sowie ab 1615 Königin und von 1643 bis 1651, als Mutter des noch minderjährigen Ludwig XIV., Regentin von Frankreich.

Narzissenfest in Bad Aussee

Panoramablick von der Katrinalm über Bad Ischl

Wie mein Großvater den 1. Weltkrieg miterlebte

Mein Großvater hatte die Anstellung als Regmentsschreiber und Läufer im Russland Angriff durch Deutschland, Österreich. Leider verstarb er einige Jahre vor meiner Geburt.
ich besuchte das Kriegsarchiv hier in Wien. Ich fand in der Kiste sehr schnell (mit dem Archivar) den dicken Karton mit den Kriegsberichten - diese Tagesberichte aus 4 Jahren waren alle mit der Handschrift meines Großvaters. Ich konnte alle 100e kopieren und mich an die genealogische Arbeit machen, und sind die in meinem Familienbuch samt einer Menge an Bildern, Fotos und Plan-Kopien eingegeben.
Hier ein Auszug aus dem regionalen Kriegsgeschehen.

                   Der Herbstfeldzug 1914 gegen Rußland (S.374 u. 375)

....die Fußtruppen am 2. Oktober schleunigst talaufwärts nach Fenyvesvölgy gefahren und sofort aus den Eisenbahnwagen auf das Gefechtsfeld der Gruppe FML. Karg geworfen. Eile tat not. Die Gruppe FML. Karg, die sich inzwischen über Fenyvesvölgy bis auf die Höhen nördlich des Ortes Uzsok empor- gearbeitet hatte (S. 348), wurde am 2. und 3. Oktober durch russische Gegenangriffe bedrängt. Im Hinblick auf diese Lage unterstellte GdK. Tersztvänszky das von der 3 1. ID. zuerst eingelangte Regiment am 3. morgens der Gruppe Karg. Während auf den Westhängen des Bergüberganges das Gefecht auf der Stelle fortbrannte, hatte sich das Gros der 3 LII). zur Durchführung der entscheidenden Angriffsaktion gegen den Uzsokerpaß bereitgestellt. GdK. Tersztyänszky beabsichtigte, die 31. ID. über Beniowa gegen die rechte Flanke und in den Rücken der von der 2. Komb.KosD. zäh verteidigten Sperrstellung zu führen. Am 3. Oktober mittags hatte Erzherzog Joseph mit der 31. ID. den schwierigen Aufstieg auf den Gebirgskamm begonnen, um dann im Nachtmarsch links ausgreifend Beniowa, den Zugangsweg in den Rücken des Feindes, zu gewinnen. Zur selben Zeit, als das Umfassungsmanöver der 31. ID. eingeleitet wurde, hatte sich aber die Gefechtslage bei der Frontalgruppe Karg wieder verschlimmert. Ein neuerlicher Vorstoß der Russen hatte den rechten Flügel der 18. HID. zertrümmert und bedrohte die Hauptanmarschlinie des IV. Korps im Ungtal, so daß sich Tersztyänszky abends veranlaßt sah, den sofortigen Abtransport des zuletzt eingetroffenen Bataillons der 3 1. ID. nach Fenyvesvölgy zu verfügen. Außerdem sollten am 4. Oktober die 40. LstIBrig. zur Gruppe Karg und die 1. KI). in den Raum von Révhely herangezogen werden.
                    Als der 4. Oktober heraufdämmerte, verhüllte tiefziehendes Gewölk die Berge und raubte der Artillerieaufklärung jeden Einblick in die russischen Stellungen. In weglosem Bergland konnte die 3 1. ID. nur langsam kaum gewinnen. Erst am Nachmittag hatte Erzherzog Joseph Beniowa erreicht. Von dort schwenkte er mit seinen Truppen gegen die feindliche rechte Flanke ein. GdK. Tersztyänszky, hie- von in Kenntnis gesetzt, befahl nun der Frontgruppe FML. Karg gleichfalls anzugreifen. Die Ermüdung der Truppen und der frühe Einbruch der Nacht brachten jedoch das Gefecht zum Stillstand. Tersztyänszky gedachte den konzentrischen Angriff am folgenden Morgen fortzusetzen, erklärte sich aber mit einem von FML. Karg vorgeschlagenen nächtlichen überfall auf die Paßhöhe einverstanden. Das mittlerweile eingetroffene Bataillon der 3 1. ID. fand in der Nacht das Russennest leer. Gen. Pawlow, der Führer der 2. Komb. KosD., hatte die geschickt verteidigte, aber infolge der fortschreitenden...
                                Seite 375  Tersztyanszkys Vordringen über den Uzsokerpaß

[Seite 375 Tersztyanszkys Vordringen über den Uzsokerpaß]

Umfassung durch die 31.ID.unhaltbar gewordene Paßstellung am 4. abends rechtzeitig ge- räumt 1. Noch vor Anbruch des 5. Oktober war der heiß umstrittene Uzsokerpaß im Besitze Tersztyanszkys. Ein Detachement der 102.LstIBrig. folgte dem abziehenden Feinde am 5. auf der Straße gegen Turka nach und sollte nach dem Willen des GdK. Tersztyänszky am gleichen Tage noch die halben Weges vor Turka gelegene Ostryhöhe gewinnen. Kosakennachhuten setzten sich aber bereits auf den Höhen unmittelbar nördlich des Uzsokerpasses fest und zwan- gen die 102. LstIBrig. und Teile der 38. HID. zu zeitraubender Entwicklung. Unter dem Feuer russischer Gebirgsgeschütze wurden am Abend die Bergstellungen erstiegen und von Teilen der Gruppe Karg in Besitz genommen. Die 3 1. ID. nächtigte in den kümmerlichen Gebirgs- dörfern im Quellgebiet des San. Die 40. LstIBrig. war bis Uzsok, die 1. KD. in den Raum von Fenyvesvölgy, die 8. KD. nach Nagyberezna gekommen, während die nach Ungvar zurückgez- ogene 17. LstTerrBrig.2 zur Sicherung der südlichen Anmarschlinie über den Uzsokerpaß verwendet werden sollte. Das vorausgesandte Verfolgungsdetachement der 102. LstIBrig. war inzwischen auf der Ostryhöhe und östlich davon auf eine neue starke Sperrstellung der Russen gestoßen. GdK. Tersztyänszky entschloß sich am 5. abends zum Angriff. Die Gruppe FML. Karg (3 8. HID., 102. LstIBrig.) sollte über die Höhen östlich und längs der Straße nach Turka frontal angesetzt werden, während Erzherzog Joseph die 3 1. ID. von Beniowa links ausgreifend, in die rechte Flanke der Ostryhöhe zu führen hatte, um von dort in den Rücken des Feindes zu kommen.
[1]Diesem Plane gemäß entwickelte sich am 6. Oktober das Treffen. Gen. Pawlow hatte an diesem Tage von Turka eine Brigade des XXIV. Korps als Verstärkung erhalten. Als nun Erzherzog Joseph Umfassungsflügel um die Mittagstunde aus dem Santal nördlich von Beniowa gegen Osten.......
[2] Im Laufe des August und September wurden aus den Überschüssen des Landsturmes in den Militärterritorialbereichen Wien, Prag, Leitmeritz und Innsbruck fünf Landsturmmarschbrigaden und zwölf Landsturmterritorialbrigaden für den Grenzschutz gegen Italien aufgestellt. In Abänderung dieser Bestimmung fand ein Teil dieser Neuformationen in den Brückenköpfen Wien, Preßburg, Komorn und Budapest sowie in der Festung Krakau Verwendung. Die Landsturmterritorialbrigaden Nr. 1, 2 (Wien) und Nr. 12 (Linz) kamen in die Karpathen. Die aus galizischen Landsturmbataillonen in Oberungarn aufgestellten Landsturm- territorialbrigaden Nr. 15 bis 17 fanden beim IV. Korps und bei der Armeegruppe Pflanzer-Baltin Verwendung.
                          Fortführung des Angriffes in Galizien (Seite 435)
(........Kämpfer schwer zugesetzt. Hunderte von Leuten starben noch immer täglich in den Schützengräben und in den Lazaretten an der Cholera eines entsetzlichen Todes. Daneben herrschten Ruhr, Typhus und andere Krankheiten. Für die schwere moralische Belastung, die der Feldzug für die Truppe bedeutete, spricht die Tatsache, daß es in keiner Phase des Krieges verhältnismäßig so viele "Selbstverstümmler" gab wie in dieser; sie waren besonders zahlreich in Regimentern aus Ländern zurückgebliebener Kultur. Trotz diesen Erscheinungen durfte der Wille, den feindlichen Widerstand zu brechen, nicht erlahmen.
Dem Vorschlag des 3. Armeekmdos., dem Angriff durch den Einsatz des XI. Korps bei der Gruppe Tschurtschenthaler neuen Schwung zu leihen, stimmte die Heeresleitung gerne zu. Am 16. und 17. Oktober hatte überdies auch GdK. Böhm-Ermolli Anträge für die Fortführung der Offensive gestellt. Sie gipfelten in dem Bestreben, die Stoßkraft des rechten Flügels seiner Armee möglichst zu erhöhen. Hiezu wollte Böhm-Ermolli den von Máramaros-Sziget aus ge- gen Stanislau und Kolomea angesetzten Ostflügel Pflanzers gegen Skole und Stryj heran- gezogen wissen; außerdem schlug er vor, das VII. Korps durch Truppen der 3. Armee ablösen zu lassen und in den Kampfraum Tersztyánszkys überzuleiten. Conrad hielt die Lage in Polen für viel zu gespannt, um solche immerhin einige Zeit kostende Manöver auszuführen. Das ein- zige, was er zur Verstärkung des rechten Heeresflügels tun zu können glaubte, war der Einsatz dreier in der Heimat aufgestellter deutschösterreichischer Landsturmterritorialbrigaden (l. und 2. Wien und 12. Linz), die nach dem Uzsokerpaß geleitet wurden (S. 3 75).
So war dieFortführung des Umfassungsangriffes südlich von Przemysl vor allem auf die Stoßkraft des ostgalizischen XI. Korps gestellt.)

<Und weiter geht es auf 400 Seiten - der Platz f.d. weiteren Erzählungen reicht hier nicht aus> 

CoR.Buch: Aus den Büchern "Österreichs-Ungarns Letzter Krieg"
sind einige Beschreibungen der "12. Landsturm-Territorial-Brigade im 25. Korps (Korps Hofmann XXV.) zu finden.













Mein neues Leben

Ich bin vor 2 Jahren den Webseiten von Genealogie in Austria zugetreten und habe meine Verbesserung der Familienforschung in kurzer Zeit bemerkt.
Ich danke den Betreibern hier für die Unterstützung. Ich bin sehr viel herumgereist um die Daten persönlich für meine Arbeiten zu recherchieren. Schwerpunkt Niederösterreich. Das Landesarchiv und das Landesarchiv konnte ich besser nutzen als zuvor. Auch die Pfarrmatriken in den Orten meiner Vorfahren.

Ich bin zufriedener geworden; je weiter ich vorankam baute ich wirklich eine Menge "Stress" ab.

Ich hatte wieder mehr Zeit für meine kleine Familie und - habe nun Mein neues Leben genossen.

Auf dieser Plattform bin ich nun eingekehrt und suche weitere Kontakte, vonn denen ich lernen kann und vielleicht auch gemeinsam forschen kann.

Das ist mein Bericht

UNSERE VERGESSENEN NACHBARN

Gedenkraum und Erinnerungsbuch für die ehemaligen jüdischen Bewohner des 3. Bezirks

1995 gestalteten wir eine große Ausstellung mit dem Titel Unsere vergessenen Nachbarn - die Landstraßer Juden, nachdem wir zuvor über vier Jahre die Namen, Wohnorte, Daten und Schicksale der ehemaligen jüdischen Bewohner unseres Bezirks zu recherchieren versuchten.
Aus der Einwohnerstatistik, basierend auf Informationen im Jahr 1937, wussten wir, dass es sich dabei um mindestens 12.947 Menschen handeln musste. Da nach den Nürnberger Rassengesetze aber auch Personen als jüdisch galten, die schon vor 1938 ihre Religionszugehörigkeit gewechselt hatten, mussten wir damit rechnen, mehr als diese vorgegebene Zahl annehmen zu müssen.
Sehr bald war uns klar, dass das sogenannte Weißgerberviertel rund um die Löwengasse und die Radetzkystraße eine besonders dichte jüdische Besiedlung hatte; hier allein wohnten vor dem 12. März 1938 mehr als 4.800 jüdische Mitbürger, von denen mehr als 3.200 zu Opfern des Rassenwahns der Nazis wurden.
Das ist der Grund dafür, dass hier besonders viele jüdische Institutionen bestanden hatten.

Derzeit stehen wir in unserer Datei bei 13.243 Eintragungen (Stand vom 13. Jänner 2008), und sind davon überzeugt, noch immer nicht alle diese ab 1938 ausgegrenzten Menschen gefunden zu haben.

Die detaillierten Beiträge sehen Sie in voller Länge mit allen Personen auf dieser Plattform - mit Hilfe des Web-Teams v. Genaustria ! ! !     www.genaustria.at/Wien3/Juden
Davon fanden nach einer nun endlich abgeschlossenen Recherche über die zu Tode gekommenen Personen, die nach Theresienstadt deportiert wurden, 6.568 Menschen, also mehr als die Hälfte der erhobenen Juden, zwischen dem 13. März 1938 und dem Kriegsende am 9. Mai 1945 den Tod.


Seit November 2010 gibt ein Bezirksplan in unserem Gedenkraum darüber Aufschluss, wo die Landstraßer Holocaust-Opfer daheim gewesen waren.


Diese Teilaufnahme zeigt von links nach rechts Fotos von Gustav Mahler, Fred Zinnemann, Rudolf Bing, Anton Kuh und Jura Soyfer.

Impressum der Kulturgeschichte

Karl Hauer und Georg Kiss
KULTURGESCHICHTE DES 3. BEZIRKS WIEN - LANDSTRASSE

IMPRESSUM
Autor: Prof. Karl Hauer
Heraugeber: Bezirksmusem
Bilder: Diverse
Bezirksmuseum Landstraße, Eigenverlag
Sechskrügelgasse 11, 1030 Wien

Archiv des Bezirksmuseum Landstraße
Gestaltung: Kiss Georg
ALLE RECHTE VORBEHALTEN
- -  - - - - - - - - -- 

INHALTSVERZEICHNIS:
* Prähistorische und römische und Frühgeschichte
* Römerzeit
* Frühes Mittelalter
* Hoch- und Spätmittelalter
* Die Landstraße im 16. und 17. Jahrhundert
* Erdberg und der Erdberger Maiß
* Unter den Weißgerbern
* Rechtssprechung in alter Zeit
* St. Marx
* Die Landstraße im 18. Jahrhundert Seite 56
* Das Waisenhaus am Rennweg Seite67
* Das Schulwesen auf der Landstraße in früher Zeit Seite 69
* St. Marxer Friedhof Seite71
* Der Wiener Neustädter Kanal und der Aspangbahnhof Seite 76
* Die Landstraße zur Zeit des Wiener Kongresses Seite 84
* Die Landstraße im 19. Jahrhundert S..87
* Das Industriezeitalter auf der LandstraßeSeite.97
* Juden und die Landstraße

und weitere 70 Berichte

Das Büchlein zu erwerben, gehen Sie zu

http://shop.genaustria.at/Buch/Regionen/Museen/Kulturgeschichte-des-3-Bezirks-Wien-Landstrasse::384.html


 

1. FRÜHGESCHICHTE

Die einzige Information über die Besiedlung unseres Bezirks in der Urzeit, aus der es keine schriftliche Überlieferung gibt, kann man den archäologischen Funden entnehmen.

Als Siedlungsgebiete wurden in dieser Zeit Örtlichkeiten gewählt, die sowohl für die damaligen Lebensbedingungen günstig, als auch leicht zu verteidigen waren.

Die Tatsache, dass an verschiedenen Stellen Funde aus verschieden weit auseinander liegenden Epochen gemacht wurden, beweist die kontinuierlicheNutzung solcher Örtlichkeiten trotz eventueller zeitweiser Zerstörung infolge feindlicher Handlungen.

Im Wiener Raum konnten die meisten vorgeschichtlichen Auffindungen von der ausgehenden Steinzeit bis zum Beginn der römischen Landnahme auf dem Leopoldsberg, einem Ort, der beiden oben angeführten Forderungen entsprach, gemacht werden.

An diesen ältesten Ansiedlungsmittelpunkt reihten sich gegen Südosten
weitere Siedlungsstätten.

In unserem Bezirk wurde als ältester Fund 2005 während des Umbaues des ehemaligen Gebäudes der Staatsdruckerei zu einem Fünfsternehotel eine jungsteinzeitliche Siedlungsgrube (vor 2.000 v. Chr.) aufgedeckt; alle frühen sonstigen Ausgrabungen stammen aus der mittleren und späten Bronzezeit (in Mitteleuropa ungefähr 1300-800 v. Chr.).
Sie zeigen, dass bereits damalsin unserem Gebiet Menschen gelebt haben, hier starben und bestattet wurden, geben aber keinen Aufschluss über deren Volkszugehörigkeit.

Zwei Zufallsfunde aus dieser Zeit – mehrere Urnen samt Rinder- und Pferdeknochen sowie
einer Hirschgeweihstange wurden 1907 in fünf Meter Tiefe beim Bau der ehemaligen
Neolithische Wohngrube (Fundort Rennweg 16) Staatsdruckerei am
Bronzezeitliches Hockergrab (Fundort Aspanggründe) Rennweg gefunden und eine Bronzenadel im Bereich Prinz-Eugen-Straße 1 geborgen – veranschaulichen das oben Gesagte.

Nach dem Mitte des 19. Jahrhunderts in der Nähe von Hallstatt gefundenen Gräberfeld mit aus Eisen
gefertigten Funden trägt die nun folgende Kulturpoche den Namen Hallstattzeit oder ältere Eisenzeit (800-400 v. Chr.), in der der Wiener Raum von einem kulturell hochstehenden Stamm – von
einigen Historikern wurde die Vermutung geäußert, es handle sich dabei um Illyrer – besiedelt war. Die bisher bekannten Funde weisen auf einen östlichen Einfluss hin. Auf unser
Gebiet gibt es einen Hinweis in der „Chronik von den 95 Herrschaften" aus der Zeit Rudolf des Stifters (1339-1365), in der ein hallstattzeitlicher Grabhügel nahe dem St. Marxer Friedhof erwähnt ist: „in dem pühel bey Urnen, Knochen und Geweihstangen (Fundort Rennweg 16)

Sand Lazar (= St. Marx) auf dem velde" wäre ein „heidnischer" Königsamt seiner Frau begraben worden. Die Örtlichkeit wurde als Leberberg bezeichnet, und noch heute kennen wir die Leberstraße (ahd. Hlewes = Hügel, der über dem Grab eines Stammesfürsten errichtet wurde).

Um 450 v. Chr. kamen Angehörige keltischer Stämme, die Träger der jüngeren Eisenzeit waren, in den Wiener Raum und vermischten sich bald mit der ansässigen Bevölkerung, wodurch hier eine völlige Keltisierung erfolgte.
Dadurch hielt hier die sogenannte La-Tene-Kultur ihren Einzug.

Römische Schriftsteller schildern die weißhäutigen und blonden Kelten als stammverwandt in Bezug auf Kultur und Sitte mit den Germanen.

Es ist bekannt, dass die Römer ihre Siedlungen mit Vorliebe an Stellen errichteten, wo bereits zuvor die einheimische Bevölkerung ihre Wohnstätten hatte. Deshalb kann mit größter Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass im Bereich der Aspanggründe, wo sich ab dem Beginn des 1. nachchristlichen Jahrhunderts eine römische Zivilstadt befand, Kelten gesiedelt hatten.

Dieser Schluss wird noch zusätzlich durch die vielen keltischen Wohn- und Grabfunde entlang dem Rennweg, in der Stanislausgasse und Steingasse bis hinunter zur Krankenanstalt Rudolfstiftung
und zur Barmherzigengasse sowie den 1880 am Beginn der Simmeringer Hauptstraße geborgenen
reichen keltischen Münzfund, der 287 silberne Königsmünzen umfasste, untermauert.
Diese für die damalige Zeit große keltische Ansiedlung war mit Sicherheit durch Wege mit anderen
keltischen Wohnstätten verbunden.
Und so liegt die Vermutung nahe, dass die während der Römerzeit errichtete Verbindungsstraße (= heute Rennweg) zwischen dem Standlager im Bereich des heutigen 1. Bezirks und der
Zivilstadt einem ursprünglich keltischen Pfad folgte.

Der Wohnraum der in unserem Bereich lebenden Kelten wurde schließlich 15 v. Chr., ohne dass diese ernstlichen Widerstand geleistet hätten, dem Krug (Fundort Aspangstraße) römischen Weltreich einverleibt.
Einige Zeit bestand noch das keltische Königreich Norikum, das aber 40 n.Chr. zur römischen Provinz wurde, und im dritten nachchristlichen Jahrhundert war das gesamte Land romanisiert.
Keltische Männer traten in das römische Heer ein, wodurch sie sich nach ihrer Entlassung aus dem Militärdienst das römische Bürgerrecht und eine Grundzuweisung sicherten.
Diese romanisierten Veteranen gründeten mit ortsansässigen „Barbaren"-Mädchen häufig einen Hausstand, und so ist es nicht verwunderlich, dass auf Grabsteinen von Eheleuten die Frau mit einem keltischen, der Mann aber mit einem römischen Namen bezeichnet wurde.

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2. PRÄHISTORISCHE UND RÖMISCHE FUNDE

(Stand 2007)

Arenbergpark Arsenal
ehem. Aspangbahnhof bzw. Aspanggründe
Aspangstraße 19, 21, 25, 35-37, 51, 53, 67 und danach
Bahngasse, Obere 2, 10, 12
Bahngasse, Rechte u. Linke bis Neulinggasse
Barmherzigengasse 3, 17
Baumgasse 34, 53-55
Beatrixgasse 29
Belvedere, Oberes und Unteres
Boerhavegasse 8
Botanischer Garten
Dapontegasse 5
Engelsberggasse 5
Eslarngasse 20
Fasangasse 1 bis 7, 2 bis 6, 13-15, 17, 36

Gerlgasse 8, 12
Göschlgasse 12, 14
Hafengasse 2, 13
Hegergasse 13
Hohlweggasse 1 bis 19, 2 bis 6, 10, 12

Jacquingasse 18
Keilgasse 2 bis 6, 7, 9, 12
Kleistgasse 2, 12
Klimschgase 12 bis 18, 19, 21, 40

Landstraßer Gürtel 27
Landstraßer Hauptstraße 10, 13, 21, 39, 75-77, 137, 146-148, 169, 171, 173

Mechelgasse 1 bis 5
Metternichgasse 11
Oberzellergasse 14 bis 20
Prätoriusgasse
Prinz-Eugen-Straße 1
Rechte Bahngasse 50
 Reisnerstraße 59, 61

Rennweg 6, 11, 12A, 13, 14 bis 26, 21, 31 bis 33A, 34-36, 44, 49, 54, 58
bis 64, 63, 81, 87, 95, 96, 97, 102
Rennweg / Ungargasse
Rudolfstiftung (Garten)

Schlachthausgasse 52, 54
Schützengasse 1, 2, 12, 24
Siegelgasse
Stanislausgasse 1, 2, 4, 11
Steingasse 21 bis 27, 30, 33 bis 37, 36 bis 40
Strohgasse 1
Stubenbrücke

Schweizer Garten
Ungargasse 64
Viehmarktgasse
Zollamtsstraße, Vordere
 

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Bildvorstellung: Pferde

Wenn Tiere allgemein meine Zuneigung und Liebe besitzen, so sind Pferde mir noch ein wenig näher und sind immer ein ganz besonders beliebtes Bildmotiv.

Pferde

Ich habe als Kind schon Pferde gezeichnet und gemalt und ihren Körper studiert. Ich glaube, das ich mich aufs Malen von Pferden gut verstehe. Pferde in freier Natur verkörpern Schönheit und Vitalität und stehen nicht nur als Nutztiere sondern zur Freude für uns Menschen immer zur Verfügung und sind uns in vielerlei Hinsicht dienlich - wie gute, treue Freunde - die uns auf unserem Weg begleiten.

Bild: Schimmel im Flug

Theresia Schaffer

Markiert in:

Zufallsfund - ein wenig Humor

Ein kleiner Beitrag aus dem aktuellen Museumsheft 2011 - 1

Es ist ja bekannt, dass Lachen gesund ist. Deshalb bringe ich Ihnen hier einen heiteren Unfallsbericht, der natürlich nichts mit den mühevollen Arbeiten in Wien-Mitte zu tun hat; gleichzeitig betone ich auch meine Hoffnung, dass während der lang andauernden Arbeiten keine nennenswerten Unfälle auf dieser riesigen Baustelle geschahen.
Hier nun der versprochene Unfallbericht:
Der folgende Brief eines Dachdeckers ist an die SUVA (Schweizerische Unfall Versicherungs Anstalt) gerichtet gewesen und beschreibt die Folgen einer unüberlegten Handlung:
„In Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:
Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich ‚ungeplantes Handeln‘ als Ursache angegeben. Sie baten mich dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte.
Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250 kg Ziegel übrig. Da ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich mich dafür, sie in einer Tonne an der Außenseite des Gebäudes hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine Rolle lief.
Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das Seil los. Ich hielt es fest, um die 250 kg Ziegel langsam herunterzulassen.
Wenn Sie in Frage 11 des Unfallberichtformulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges Körpergewicht etwa 75 kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als ich plötzlich den Boden unter den Füßen verlor und aufwärts gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergaß, das Seil loszulassen.
Ich glaube, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer größerer Geschwindigkeit am Gebäude hinaufgezogen wurde. Etwa im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene Schlüsselbein. Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und hielt mich an, bevor die Finger meiner Hand mit den vorderen Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest. Jedoch schlug die Tonne etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Tonnenboden sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die Tonne nun etwa 25 kg.
Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11 angegebenes Körpergewicht von 75 kg. Wie Sie sich vorstellen können, begann ich nun einen schnellen Abstieg. In der Höhe. des dritten Stockwerks traf ich wieder auf die von unten kommende nunmehr leere Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem Unterleib.
Der Zusammenstoß mit der Tonne verzögerte meinen Fall, so dass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem Ziegelhaufen gering ausfielen, weshalb mir nur drei Wirbel brachen.
Ich bedauere es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor. Ich ließ das Seil los, womit die Tonne diesmal ungebremst herunterkam, mir drei Zähne ausschlug und das Nasenbein brach.
Ich bedauere den Zwischenfall sehr und hoffe, Ihnen mit meinen präzisen Angaben dienlich gewesen zu sein.
Für genaue Auskünfte bitte ich Sie, mich anzurufen, da es mir manchmal schwer fällt, mich schriftlich auszudrücken“.

Unser Fasanviertel

Das Fasanviertel erhielt seinen Namen vom Gasthaus "Zum Fasanl" Ecke Rennweg und Fasangasse.
Auf unserem Planausschnitt sind der Wiener-Neustädter-Kanal, der Linienwall und das Belvedere erkennbar. Dazwischen verlaufen die noch nicht völlig verbaute Fasangasse und die gekrümmte Hohlweggasse nach Süden.
Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet flächen deckend verbaut; so wurden beispielsweise die Mohsgasse 1870, die Hegergasse aber erst 1894 benannt. Auf dem unten befindlichen Foto erkennt man links im Vordergrund die Balkenbarriere, die den hier befindlich gewesenen Pferdemarkt gegen die Straße begrenzt hat. Die drei Häuser am rechten Bildrand befanden sich ab der Kölblgasse stadtauswärts.

 

Fasanviertelplan1666

 

 

Wenn ich vom Fasanviertel berichte, fällt mir unweigerlich das Laveranhaus ein, das sich weitläufig zwischen Fasangasse und Hohlweggasse erstreckte.

Vor 20 Jahren sagte mir der Ur-Fasanviertler Walter Fechter einmal: "Das Fasanviertel war unsere Welt. Wir hatten hier alles, was wir zum Leben ... weiterlesen

Meine Peter Mahler Galerie

Vielleicht gelingt es mir als "Brand New"-Blogger, einige Bilder von mir online zu stellen. Ich freue mich über die Nachfrage sehr und möchte ihr auch nachkommen.

 

 

Zuerst möchte ich ein paar neue Arbeiten zur Verfügung stellen, wie das nebenstehende

Porträt Sigmund Freuds;

später werde ich ältere Werke zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

imaginäres Dreieck Mahlers Impossible Triangle

 

Gustav M. Gustav Mahler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Falsche Sonne

 

Mahlers Mona Lisa

                                                                       Meine Mona Lisa

Ich bin durch viele Stilrichtungen gegangen, arbeite gerne mit verschiedenen Materialen und richte mich NICHT nach dem Kunstmarkt. Irgendwie, mag ich es nicht mehr. Er ist zu eng und viel zu gefangen in der Wirtschaft und Politik. Der Künstler lebt vom Verkauf seiner Werke. Am Anfang mit viel Kampf und Zittern. Der Weg ist uneben, voller Unsicherheit. Wenn er aber einmal Familie hat, kann er nicht mehr einfach von der Hand in den Mund leben, weil er Kinder zu versorgen hat.

Aber die öffentlichen Auftrage werden immer an die gleichen gegeben. Die Jüngeren, Unbekannten gehen MEIST LEER aus, ausgerechnet diejenigen, die Unterstützung und Anerkennung BRAUCHEN. Dem Markt, dem Galeriewesen und der Kulturpolitik FEHLEN das menschliche Herz. Ja, hier VERSAGEN ALLE.

Ich sehe das auch hier in Klagenfurt. Hier bekommen immer dieselben Künstler Aufträge, ja, es wird auch nur diese eine Gruppe eingeladen, an Wettbewerben TEILZUNEHMEN! Das alles habe ich gesehen und hier im schönen Klagenfurt erlebt. Ich finde, dass das UNGERECHT ist.

Sorry, Freunde, dass ich mich so aufrege. Aber ich HASSE so etwas. Ich sollte an eine Zeitung schreiben und mich beschweren. Vielleicht wäre das für die Gesellschaft hier gut. Sonst liebe ich das Land Klagenfurt sehr, und ich genieße das Leben hier. Besser hätte es mich nicht erwischen können. Das Schicksal brachte mich hierher, wo ich meinen Lebensabend verbringen möchte, zwischen Kärnten und 1030 Wien.

Der Wiener Bezirk Landstraße ist meine zweite Heimat. Da verbrachte ich die Hälfte meines Lebens und kehre auch immer wieder dorthin zurück. Mal sehen .... Ich wohnte in der Unteren Weißgerberstraße, in der Boerhavegasse, Juchgasse, Schützengasse und Landstraßer Hauptstraße. Nicht schlecht, was? Kein Wunder, dass ich immer wieder zurückkomme ... das Leben ist wunderbar in Wien-Landstrasse, dort gibt es eine MENGE tolle, freundliche Leute.

 

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Sigmund Freuds Weg zur Psychoanalyse 1

Vorwort von mir:   Ich bringe diesen Beitrag über Siegmund Freud hier, da ich mich seit einigen Jahrzehnten ganz privat mit dem Leben von Familie PANETH und S. Freud auseinandersetzte.
Ich bin Großneffe von D. Schwab, der Ehefrau von L. Paneth. Dem Studienkollege von Freud, der dann das Rektorat zugesprochen bekam, anstelle  S. Freud (wegen einiger Kuriositäten seiner Ansichten und Vorträge) - und habe die originale Schwab-Familienchronik beginnend 1859, mit vielen Originaltexten, Briefen etc.


Im Frühjahr 1884 schrieb Sigmund Freud an seine Verlobte Martha Bernays die folgende Sätze:

Und Himmel, Weibchen, bist Du arglos und gutmütig! Merkst Du nicht, daß diese Wissenschaft unser ärgster Feind werden kann, daß der unwiderstehliche Reiz ohne Entgelt und Anerkennung sein Leben für die Lösung irgendwelcher für unser beider persönliches Befinden irrelevanter Probleme zu verwenden, unser Zusammenleben aufschieben und aufheben kann, wenn ich, ja wenn ich die Besonnenheit verliere? Nun damit wird's nichts, ich bin kraftvoll beisammen und gedenke die Wissenschaft auszubeuten, anstatt mich zu ihren Gunsten ausbeuten zu lassen. [2] Diese »Ausbeutungshaltung« kam nicht von ungefähr, sondern hat ihre Wurzeln in der Biographie Sigmund Freuds, in einer Reihe von Faktoren seiner Herkunft, Kindheit und Jugend, die in ihrem Zusammenspiel auch zu dem machtvollen Antrieb geführt haben, etwas Besonderes zu leisten. Etwa zwei Jahrzehnte lang hat sich das Objekt dieses Antriebs ständig gewandelt: Gerade war er noch auf die Philosophie gerichtet, schon geht er den Geschlechtsorganen des Aals nach; die Untersuchung des Baus von Nervenfasern und Nervenzellen weicht den Selbstversuchen mit Kokain; und der Rauschdroge wiederum läuft das Interesse an Hysterie und Hypnose den Rang ab. Erst Mitte der Neunziger Jahre hat Freuds Suche ihr endgültiges Ziel gefunden: Die Psychologie des Unbewußten.

Als Sigmund Freud die Traumdeutung, sein erstes großes psychoanalytisches Werk, veröffentlichte, war er 44 Jahre alt und hatte die Mitte seines Lebens bereits überschritten. Die Liste seiner Veröffentlichungen umfaßte zu diesem Zeitpunkt immerhin fast 150 Arbeiten, darunter 4 Monographien. Die Psychoanalyse ist also nicht vom Himmel gefallen, sondern das Produkt eines reifen Mannes, der sich schon auf anderen Gebieten der Wissenschaft einen Namen gemacht hatte.

Ich möchte nun versuchen, Ihnen einen Eindruck von den Triebkräften und Einflüssen zu vermitteln, die Freuds fast zwei Jahrzehnte währende wissenschaftliche Suche unterhalten haben. Im Mittelpunkt meines Vortrags wird dabei nicht die innere Logik der wissenschaftlichen Entwicklung stehen, sondern das Wechselspiel von Hoffnungen und Enttäuschungen, das erst mit der Niederschrift der Traumdeutung, d.h. mit der Begründung der psychoanalytischen Theorie ein Ende fand.

Sigmund Freud wurde am 6. Mai 1856 in dem kleinen mährischen Städtchen Freiberg geboren. Sein Vater Jakob, ein Wollhändler, in der dritten Ehe mit der um 20 Jahre jüngeren Amalie verheiratet, verließ 1859 aus bisher nicht eindeutig geklärten Gründen mit seiner Familie Freiberg, um nach einem Zwischenaufenthalt von etwa einem halben Jahr in Leipzig, sich 1860 in Wien niederzulassen. Im Herbst 1865 wird Sigismund – so nennt er sich bis Mitte der 70er Jahre – in das Leopoldstädter Real- und Obergymnasium aufgenommen. Nach mit »vorzüglich« bestandener Matura entschließt er sich 1873 an der Universität Medizin zu inskribieren.

Spätestens seit dem Beginn seiner Studienzeit träumte Freud davon, in der Rangreihe der Gelehrten seiner Zeit einmal ganz oben zu stehen. Auf welchem Gebiete der Wissenschaft dieser Aufstieg stattfinden sollte, war für ihn viele Jahre offen. Nachdem eindeutig feststand, daß es die Medizin sein würde und Freud auch schon einige Erfahrungen gesammelt hatte, formulierte er seinen machtvollen Drang in einem Brief an seine Verlobte folgendermaßen:

Ich weiß ..., daß ich unter günstigen Bedingungen mehr leisten könnte als Nothnagel, dem ich mich weit überlegen glaube, und daß ich vielleicht Charcot erreichen könnte.


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© (c) Christfried Tögel

Sigmund Freuds Weg zur Psychoanalyse 2.

Das ist kein besonders bescheidenes Ziel, war doch Hermann Nothnagel immerhin einer der bekanntesten Ärzte seiner Zeit und Jean-Martin Charcot galt als führender Neuropathologe Europas. Freuds Anspruch zeugt von einer gehörigen Portion Ehrgeiz und erheblichem Selbstbewußtsein, zwei Charakterzüge, die sich nicht erst in den 80er Jahren herausgebildet haben, sondern die Freud schon seit seiner Gymnasialzeit kultiviert hat. In diesem Zusammenhang bekennt er seiner Verlobten: Es gab eine Zeit, in der ich nichts anderes als wißbegierig und ehrgeizig war und mich Tag für Tag gekränkt habe, daß mir die Natur nicht in gütiger Laune den Gesichtsstempel des Genies, den sie manchmal verschenkt, aufgedrückt hat. [4] Liest man nun die Stellen in Freuds Briefen und Werken, die etwas mit Ehrgeiz – sei es seinem eigenen oder dem Phänomen im allgemeinen – zu tun haben, so fällt auf, daß es gewisse Widersprüche zwischen verschiedenen Äußerungen zu verschiedenen Zeiten gibt.

In den Briefen der 80er Jahre erweckt Freud den Eindruck, als habe er nur temporär Ehrgeiz besessen und sei von diesem »Übel« bald geheilt worden. Es finden sich fast klagende Formulierungen wie: »Aber ich bin so wenig ehrgeizig« [5]. oder »Mein Ehrgeiz bescheidet sich, in einem langen Leben etwas von der Welt verstehen zu lernen ...

Im Gegensatz zu dieser Tendenz steht die Deutung einer Reihe von Freuds eigenen Träumen und Fehlleistungen in der Traumdeutung und der Psychopathologie des Alltagslebens. Da fallen Worte wie »krankhafte[r] Ehrgeiz« [7], »Größensehnsucht« und es findet sich Freuds vorsichtiges Eingeständnis: »Vielleicht habe ich auch wirklich Ehrgeiz besessen.

Mit diesen wenigen Zitaten sollte nur angedeutet werden, daß Freuds Einstellung zu seinem eigenen Ehrgeiz von Ambivalenz geprägt ist, und es für ihn nicht immer einfach war, diesen Charakterzug anderen oder auch sich selbst gegenüber einzugestehen.

Doch welche Entwicklungen und Umstände haben zu Freuds Ehrgeiz geführt?

Als erster wichtiger Faktor muß hier Freuds jüdische Herkunft erwähnt werden. Die Emanzipationsgesetzgebung in der Habsburger Monarchie hatte die gesellschaftliche Gleichstellung der Juden ermöglicht, allerdings um den Preis der Aufgabe ihrer Religion und Tradition. [10] Den gleichzeitig wieder erstarkende Antisemitismus bekam Freud wohl schon als Kind zu spüren. Und spätestens seit den ersten Semestern an der Wiener Universität ist er auch direkt mit judenfeindlichen Tendenzen konfrontiert worden. Einige Zeit lang hat er versucht, die scheinbaren oder auch wirklichen Nachteile des eigenen Judentums durch deutsch-nationale Aktivitäten innerhalb des Lesevereins der deutschen Studenten in Wien zu kompensieren, doch spürte er bald, daß auf der einen Seite der dauerhafte Erfolg solcher Kompensationsmechanismen recht zweifelhaft ist, und auf der anderen aber die Tatsache der Zugehörigkeit zum Judentum mobilisierend wirkt...........................

Joseph Paneth schreibt im Jahre 1883 im Manuskript seiner Vita Nuova über Freud:

Aus armem Hause stammend, aber mit großer Energie und entschiedenem Talent begabt, hat er sich mühsam und elend genug, durch eine lange Studienzeit voll Hunger und Entbehrungen durchzuringen gehabt. Freuds Äußerungen aus späteren Jahren verraten das noch sehr deutlich. So schreibt er im September 1899 an Wilhelm Fließ: Von dem Erwerb [aus Patientenbehandlungen, C.T.] hängt meine Stimmung auch sehr ab. Geld ist Lachgas für mich. .......................

I.........................


Lesen Sie weiter im Original über den Rest der Analyse, bei       http://www.freud-biographik.de/wiss.htm

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Meine persönliche Fotosammlung

Sehen Sie eine große Bildersammlung in meinen Fotoalben in meiner persönlichen Community - ich freue mich auf Ihren Besuch, gehen Sie dazu zu den Communitys - falls Sie alle hunderte betrachten möchten, senden Sie dort eine Anmeldung an mich. Inhalte aus meinem langen Schaffen in der Musikbranche mit den meisten von mir betreuten Künstlern und Gruppen. Peter Lex


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Meine Namenssammlung in meiner Genealogie

Ich habe eine komplette Namensliste aller meinr Forschungen im LEX-Stammbaum in meiner Community hochgeldaden. Hier ein kleiner Auszug daraus. Besuchen Sie diese Community für alle Namen:

ABAFALVI (4), ABDAL (1), ABILDGAARD (84), ACHATZ (2), ADAM (1), ADÁM (2), ADLER (1), AICHHOLZER (2), ALICE (1), AMBROSCH (6), ANDERSEN (1), ANDERSON (2), ANDREASDATTER (1), ANGERER (2), ANONYM (JOHNSON) (1), ANONYM-LEXFLORIAN (2), ANTONSDR BERG (2), APRIL (1), ARDELT (10), ARNO (2), ARSELIN (2), ASPERL (16), AUER (), BARNT (1), BARTAS (8), BASSINGER (3), ........................

Franz Morawetz (1789-1868) erkannte eine Marktlücke und wurde ein reicher Mann

Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (22).

Morawetz

Der Tuchscherer Franz Morawetz hatte auf seiner Wanderschaft die russischen Dampfbäder kennen gelernt und eröffnete 1838 in der Marxergasse ein solches Unternehmen, das er übrigens vom damals viel beschäftigten Peter Gerl - dieser stammte aus der Familie (Gerlgasse), die während drei Generationen bedeutende Baumeister hervorbrachte - erbauen ließ.
Als eine Hofdame der Erzherzogin Sophie hier ihren Katarrh heilen konnte, bat er um die Gunst, seinem Unternehmen den Namen der Erzherzogin geben zu dürfen. Morawetz gründete eine Aktiengesellschaft und ließ zwischen 1845 bis 1849 von den damals jungen Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg ein gedecktes Schwimmbad - Sophienbad - für 300 Personen erbauen (das dafür notwendige Wasser wurde durch eine Rohrleitung aus dem nahen Donaukanal bezogen und für das Baden vorgewärmt), das im Winter durch Abdeckung zu einem Ballsaal umgewandelt werden konnte, der durch den darunter befindlichen Hohlraum eine ausgezeichnete Akustik bot.
Zur Eröffnung des Ballsaales engagierte Morawetz das damals in ganz Wien beliebte Orchester von Johann Strauß (Vater). Nach dessen Tod trat im Sophiensaal immer wieder Johann Strauß (Sohn) auf, der hier mehr als einhundert seiner Tanzkompositionen erstaufführte. Die Aktiengesellschaft ließ nach dem Tod des Unternehmers Franz Morawetz das Gebäude einige Male erweitern bzw. umbauen; 1899 gestaltete der zu Ende des 19. Jahrhunderts viel beschäftigte Architekt Ernst Gotthilf-Miskolczy die Fassade gegen die Marxergasse völlig neu. An keinem der Nachfolgebauten der Wohnhäuser von Morawetz in unserem Bezirk gibt es eine Gedenktafel.

Bitte weiterlesen auf der Museums-Webseite

INFO: Der neue ausführliche Führer durch den St. Marxer Friedhof, der mit einem Orientierungsplan versehen ist, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Meeresstrand mit Boot

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Das Bild Meeresstrand mit Boot ist auch eines meiner Bilder, die ich immer gern in meiner Nähe habe, um zu träumen, von fernen Ländern, vom Meeresstrand, und die weite Welt als meine Heimat zu begreifen. Alle Möglichkeiten zu verwirklichen - einen Anlauf zu nehmen, sich in ein Boot zu setzen und die ungewisse, abenteuerliche Welt zu erkunden. Ich habe das große Glück, dass ich vieles in meinen Bildern zeigen darf, was in Wirklichkeit nicht möglich ist - davon träumen dürfen wir alle und zu jeder Zeit.

Einen wunderschönen Urlaub mit guten Erlebnissen wünscht Ihnen Allen Theresia Schaffer

Franz Karl Ginzkey (1871-1963)

Der Erfinder des Hatschi Bratschi und des über die Tapete reisenden Florian.

Ginzkey

K. u. k. Offizier, Kartograph, Dichter und Schriftsteller: das alles war dieser Mann, den ich   noch heute verehre, obwohl er sich mit den Machthabern des Dritten Reiches arrangierte,  indem er 1942 Mitglied der NSDAP wurde. Aber, wer weiß, wodurch er vielleicht dazu gezwungen war. Schon als jungen Menschen zogen mich seine Verse eigentümlich an, und ich erinnere mich mit Freude an die Lektüre seiner Novellen wie zum Beispiel Magie des Schicksals. Er wohnte während einiger Jahre in einem Haus der Mohsgasse, wo es aber natürlich keine Gedenktafel gibt: Schließlich und endlich, wer erinnert sich heute schon noch an den Ginzkey? Seine Ballade Der schlafende Wagen, in der er den greisen, schlummernden Prinzen Eugen mitsamt seinen alten, schlafenden Dienern in seiner Kutsche vor dem Tor des Belvedere schildert, bringt mich immer wieder beim Lesen zum Schmunzeln.

Sieh, da naht sich leise, leise auf den Zehn das Volk im Kreise, sorgend, dass kein Lärm bestehle seines Lieblings Heldenschlaf. Stumm umstand das Volk der Wiener Prinz Eugen und seine Diener. Bis ein Schusterbube lachend auf zwei Fingern schrillend pfiff. Er bekam zwar eine Schelle, doch sie tönte also helle, dass der alte Held erwachend jäh nach seinem Degen griff. ............. Mit Gequietsche und Gerutsche schob sich schnell die alte Kutsche durchs Portal. Ein freundlich Winken, und der Prinz verschwunden war.

Ich kaufte meinen beiden Buben - Geburtsjahr 1965 und 1967 - Ginzkeys Kinderbücher und sehe es noch vor mir, wie der Jüngere mit vier Jahren, als sein älterer Bruder den Hatschi Bratschi und den Florian bereits selbst lesen konnte, beim Ansehen des Buches wichtig dreinschauend die Verse laut deklamierte und die Seiten an der richtigen Stelle umblätterte.

War das eine schöne Zeit! Karl Hauer

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Ein Erfolg unserer Wühlmäuse-Gruppe

Beatrixbad1

Seit einigen Jahren beschäftigt sich eine am Untergrund des dritten Bezirks interessierte Gruppe - Fotografen, Kunst- historiker, Journalisten und Helfer, die ich als Wühlmäuse bezeichne, mit der Erforschung von Kellern und dergleichen (s. Blogbeiträge Untergrund Landstraße und Der Untergrund des dritten Bezirks). Unter anderen Projekten waren sie bereits in den Kellern des ehe- maligen Brauhauses St. Marx im Erdberger Mais und an anderen Stellen tätig. Das spannendste Ergebnis ihrer Forschungsarbeit gelang ihnen an der Anschrift Linke Bahngasse 9 / Beatrixgasse 14B, wo sie das ehemalige Beatrixbad untersuchten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert prangte eine Werbeaufschrift für das Bad an der damals bestehenden Brücke der Verbindungsbahn im Bereich der Ungargasse (s. unser Foto des Blamauer-Aquarells).

 

In der Tageszeitung Die Presse erschien am 23. Juli 2011 der Artikel

Brücke

Comeback des ältesten Wiener Bades, dem zu entnehmen ist, dass die derzeitigen Hausbesitzer nach der schwierigen Tätigkeit von Thomas Keplinger und seinen Forscherfreunden planen, dieses Kleinod bis zum Herbst 2012 zu reaktivieren. Eines der Fotos, die von der Gruppe während ihrer Arbeit gemacht wurde, zeigt den Zustand des lange Zeit vergessenen Bades.

Zum Schluss drei historische Anmerkungen: 1) Bis 1856 bestand an der Stelle des späteren Beatrixbades die so genannte Stuckbohrerei, in der die roh gegossenen Kanonenrohre gebohrt wurden; die dazu notwendigen Maschinen wurden mit Wasserkraft betrieben (s. unser Beitrag Landstraßer Wassernutzung am Wiener Neustädter Kanal, 1822). 2) Im Gebäude Linke Bahngasse 9 / Betraixgasse 14B, das 1888 vom Architekten Josef von Wieser - übrigens war er auch für die Planung der Elisabethkapelle in der Kleingasse verantwortlich - erbaut wurde, hatte die Süßwarenfabrik Heller ihre erste Erzeugungsstelle; sie betrieb ihre Maschinen mit dem Dampf des Bades. 3) Im Beatrixbad trainierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der jüdische Schwimmverein Hakkoah

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St. Marxer Friedhof

Ich habe recherchiert, dass in der Pfarre Maria Geburt am Rennweg alle Sterbebücher aus den Jahren 1784 bis 1874 aufliegen, was wahrscheinlich bedeutet, dass in diesen alle verstorbenen Personen, die im St. Marxer Friedhof beigesetzt wurden, namentlich mit Angabe der Todesursache genannt sind.

Das wäre "der Hammer", weil wir dann endlich wüssten, wer tatsächlich in diesem Friedhof beigesetzt wurde.

Ich werde Sie vom Fortgang unserer Ermittlungen jeweils informieren.

Lebenserfahrung

 

Lebenserfahrung

eines Siebzigjährigen

Ich kannte einst ein kleines, süßes Veilchen. Es spürte nicht das Frühlingssturmgetose, auch nicht das wilde Knabenmundgekose, ich dacht' mir, warte noch ein kleines Weilchen.

Ich wartete zwei oder drei so Weilchen und aus dem Veilchen wurde eine Rose, der wilde Knabe kam und brach die Rose, ich - fand zum Glück ein neues Veilchen.

So unbarmherzig ist das Schicksalswalten und manche Liebe mußte jäh erkalten, drum sage niemals: später oder nie -

und kannst das Veilchen du auch noch nicht halten, bevor die Rose legt Ihr Kleid in Falten, sinkst du schon selbst leicht sterbend in die Knie.

Mai 1993

v. Josef Weichselbaum, Kleinkadolz (iM) Aus seinem "Gedichte Band "

 

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Heilige Liebe

Wie dank ich Gott für diese große Liebe in all den fünfundsechzig langen Jahren, die auch so schön, genau so kurz sie waren; ich bete, daß die Liebe weiter bliebe

und daß ich weiter mich in Treue übe trotz all den vielen schweren Leidensjahren und in der heut'gen Welt tausend Gefahren, daß nichts dies' wahre hehre Glück betrübe.

Ja wahr und rein und ohne Schuld und Fehle und ohne Argwohn, Mißtrauen und Hehle, nur Seele sein im heißgeliebten Andern,

sich gegenseitig hohe Achtung dingen, und gern und freudig jedes Opfer bringen, sogar auch sterben können für den Andern.

Josef Weichselbaum, 9. Oktober 2001 (in seinem Dank zu seiner Ehefrau)

Aus seinem Gedichte - Band

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Vorstellung Josef Weichselbaum

In unserem Verlag haben wir Werke von Josef Weichselbaum, einem Heimatforscher aus Kleinkadolz im Weinviertel aufgenommen.

J. Weichselbaum hat als Kleinbauer Jahrzehnte an der Erforschung seiner Region gearbeitet. Unter vielem anderen hat er sein Großwerk Chronik von Enzersdorf im Thale und Kleinkadolz mit 900 Seiten nach 18 jähriger Recherche im Jahre 2006 veröffentlicht.
Darin findet man seine Recherchen und Dokumentensammlung aus dem ganzen Weinviertel.
Geboren am 15. 3. 1920, verstorben am 25. 5. 2007.
Wir haben seinen Nachlass 2011 übernommen und sein Werk neu aufgelegt. Im Nachlass befand sich auch ein Gedichte Band, er bezeichnet diesen "Sonette zur hohen Mime", welches wir ebenfalls neu auflegen. Wir bringen Auszüge aus diesem Band hier zur Ergötzung und Besinnung.

J. Weichselbaum war ein bescheidener Mensch, jedoch mit großer Schaffenskraft und Ausdauer.

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Liebe in der Frühlingsnacht

Die Nachtigall, sie singt so süße Lieder, die Zweige sich still und verstohlen neigen;

mit Liebesmelodien und Blütenreigen kehret der Frühling in die Heimat wieder.

So wohl rieselt es durch die Brust und Glieder, die beiden Menschen,
sie schauern und schweigen, glücksdurchdrungen ihre Herzen sich zeigen,

Gott Amor schickt Liebespfeile hernieder.

Sie steh'n eins ins andere still versunken, das rauhe Leben umher sie vergessen,
selig berauscht von Frühlingsduft und Liebe,

die Lippen heiß, den Blick so wonnetrunken, das Lebensglück so groß, nicht zu
ermessen,
flüstern sie: "Ach, wenn es immer so bliebe."

v. Josef Weichselbaum, Kleinkadolz aus seinem Gedichte Band

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Das Botschaftsviertel im 3. Bezirk

Diese Bezeichnung für die Straßenzüge zwischen Marokkanergasse und Reisnerstraße nördlich des Rennwegs hat sich während der letzten 130 Jahre bei uns eingebürgert. Der Besitzer dieser Areals Richard Fürst Metternich ließ seinen ehemaligen Garten, der bis zur Neulinggasse reichte, 1870 parzellieren. Nach und nach erwarben reiche Bauherrn aber auch ausländische Mächte die Baugründe. Der erste in der Reihe war der Großhändler Israel Simon, der an der heu- tigen Anschrift Jaursgasse 4 / Reisnerstraße 47 vom Architekten Alois Wurm ein respektables Stadtplais mit Garten erbauen ließ. Schon bald - 1873 - verkaufte er es an Herzog Adolf von Nassau, von dessen Erben das Kaiserreich Russland die Liegenschaft erwarb, um hier ihre Botschaft einzurichten.


                                Jauresgasse 8, ehem. Palais d. Englischen Botschaft

1873 erwarb das Königreich Großbritannien das Grundstück mit der heutigen Anschrift Jauresgasse 10 / Metternichgasse 6, wo von Victor Rumpelmayer das Gebäude der Königlich Britischen Botschaft errichtet wurde, das seit 1949 als Palais des jeweiligen Botschafters genutzt wird.

1877 kaufte das Deutsche Kaiserreich die Liegenschaft an den heutigen Adressen Jauresgasse 6-8 / Metternichgasse 3 / Reisnerstraße 44, wo ebenfalls Victor Rumpelmayer als Architekt tätig wurde.

In den folgenden Jahren entstanden weitere repräsentative Bauten wie

beispielsweise Palais Redlich (Jauresgasse 3), Palais Sigray St. Marsan (Jauresgasse 9 / Reisnerstraße 49), Palais Bratman (Metternichgasse 4), Palais Seybel (Reisnerstraße 50), die Palais Bourgoing (Metternichgasse 8 und 12) und schließlich die russisch orthodoxe Kathedrale (Jauresgasse 2).

Es lohnt sich, hier einen Spaziergang zu unternehmen.

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