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Die User Blogs

Viel Spaß bei unseren Blogs - auch Sie sind herzlich eingeladen, hier Ihre Beiträge zu schreiben.

Bilder des Tages

heute aus unserer Internet-Bilderdatenbank.  Sie sehen hier 3 Beispiele des ehemaligen sog. Hetztheaters als Voransicht.

Brand des Hetztheaters1796Hetzgasse 02 Ehem Hetztheater Aquarellierter Stich

 

 

Hetzgasse 02 Hetztheater Detailszene Bild Unbekannt

Erbaut wurde es von Lefraine, existierte zwischen 1755 und 1796, und wurde durch einen Brand zerstört.

Sie finden viele andere Bilder zum Theater in der Photo Galerie unter "Wien 3 Kunstwerke".
Mit der Suche-Funktion (Lupensymbol) können Sie sich Ihre eigene Sammlung zusammenstellen. Einfach einen oder mehrere Begriffe eingeben und damit werden alle vorhandenen Galerien durchsucht.

Wir freuen uns über Ihren Besuch. Es sind bereits mehr als 8.500 Bilder aus unserem Bezirksarchiv veröffentlicht.

Mit dem Kauf eines Bildes (im integrierten Online-Shop) unterstützen Sie unser Museum bei der laufenden Arbeit. Hier der Link zum Album

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Vorstellung : Krippenbaumeister Walter Senftleben

Information zur Weihnachstausstellung:

Landhaus2

Herr Senftleben stellt sich und seine Arbeiten hier vor: "Ich beschäftige mich mit Krippen schon seit meiner frühesten Jugend und auch am Anfang meines Berufslebens war ich in einem Krippenverein sowohl als Obmann als auch als Krippenbaulehrer tätig. 1984 habe ich dann die Ausbildung zum Krippenbaumeister in Innsbruck begonnen, die ich 1987 erfolgreich mit dem Titel "Krippenbaumeister" abschloss. Seitdem leite ich als Kursleiter Krippenbaukurse in Wien, Niederösterreich und seit einigen Jahren auch in Bayern.

Eine immer wieder schöne Erfahrung für mich ist alljährlich im Advent das Krippenbauen mit Kindern in Schulen in NÖ, Wien und Bayern.

Schule

Zudem organisiere ich jedes Jahr Krippenausstellungen wie jetzt eine kleinere Schau mit Kastenkrippen aus meinem Fundus im Bezirksmuseum Landstrasse. Sollte jemand Interesse an einer der gezeigten Krippen haben, so ersuche ich um Kontaktaufnahme unter meiner Mail-Adresse wsenftleben@gmx.at oder über das Bezirksmuseum. Einige Fotos sollen als Dokumentation dienen."

Die KASTENKRIPPE Die Kastenkrippe ist eine eigene Darstellung des Weihnachtsgeschehens. Die Krippe und die Figuren werden, wie der Name es schon sagt, in ein meist rechteckiges, schreinartiges, teilweise verglastes Behältnis fix hineingebaut. Aufgrund dieser Tatsache, dass die Figuren so nicht bewegbar sind, wird die Kastenkrippe auch als "FAULE KRIPPE" oder als "FAULENZERKRIPPE" bezeichnet.

Eine große Verbreitung hat die Kastenkrippe zur Zeit Josef II erfahren. Josef II, der Kirchen, Klöster

Bauernhaus

und Stifte aufgelöst hat, hat auch den religiösen Pomp, wie z.B. die Krippen, verboten. Um dieses Verbot zu umgehen, wurden die Krippen in einen Kasten, in ein Kästchen oder in einen Schrank hineingebaut. Die Kastenkrippe entwickelte sich so "zur Krippe des kleinen Mannes", die als Hausrat, Heiratsgut und Wallfahrtsgabe mit Adelskrippen konkurrieren konnte, wobei auch das Gefühl mitgespielt haben könnte, "die ganze Schöpfung im Kasten zu haben".

 

 

Ruinenkrippe

Die hier ausgestellten Krippen wurden in den letzten 15 Jahren von Herrn Walter Senftleben gebaut. Es sind darin 2 Stilrichtungen zu erkennen: mehrheitlich die heimatliche Krippe bzw. die heimatliche Landschaftskrippe und die orientalische Krippe, wie z.B. die Kastenkrippe mit den gegossenen, eingefärbten, ca. 40 Jahre alten Gipsfiguren, sowie kleine Darstellungen in der Vitrine.

Weinrebkrippe

Die für diese hier gezeigten Krippen verwendeten Materialien sind gleich den Materialien, wie sie für die sonst bekannten Krippen in der Regel Verwendung finden. Sollten Sie, geschätzte Besucherin, geschätzter Besucher, Interesse an der einen oder anderen Krippe haben, oder sich für ein Bild näher interessieren, so wenden Sie sich, bitte, auch an die Museumsleitung, die gerne den Kontakt zu den Ausstellern herstellt.

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Josef Strauss

Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (4)

 

josef straussAn der Stelle wo Josef Strauss und seine Mutter Anna beigesetzt waren, befindet sich eine dieser Gedenktafeln, die auf die seinerzeitige Exhumierung und Überführung auf einen anderen Friedhof verweist. Johann Strauss (Vater) wollte nicht, dass seine Söhne wie er Musiker würden, weshalb er verlangte, dass Johann jun. und Josef studieren.
Johann brach seine Ausbildung ab, aber der folgsame Sohn Josef absolvierte das Polytechnikum - heute entspricht das der Technischen Universität - arbeitete als Bauleiter und erfand eine Straßenkehrmaschine, deren Modell im Wiener Technischen Museum aufbewahrt wird.
Als sein älterer Bruder Johann 1852 völlig erschöpft von einer Konzertreise nach Wien heimkehrte, ließ sich Josef dazu überreden, als Kapellmeister einzuspringen.
Er begann auch zu komponieren - Delirienwalzer, Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust, Spärenklänge, Dorfschwalben aus Österreich usw. - und beide Brüder gewöhnten sich daran, dass Josef immer dann Johanns Orchester leitete, wenn dieser verhindert oder auf Tournee war.
Auf einer Konzertreise nach Warschau brach Josef Strauss bewusstlos zusammen und starb bald, nachdem man ihn nach Wien zurückgebracht hatte.
Seine Mutter Anna war im Februar 1870 gestorben, Josef starb im Juli desselben Jahres; Mutter und Sohn hatte eine innige Liebe verbunden, weshalb beide in einem Grab beigesetzt wurden.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Guten Tag hier im Blog, gerade beigetreten

Zwar bin ich seit Juni schon hier aktiv angemeldet und habe mitgearbeitet bei der Erstellung  dieser Plattform, heute habe ich meine eigene Gruppe gegründet - eine Genealogie Gruppe. Ich spiele Gitarre und leren gerade die spanische Volksmusik. Ich habe mir eine Gitarre in Spanien zugelegt. Hier präsentiere ich ein interessantes Flamenco - Beispiel, das habe ich auf Youtube  gefunden.

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Copyright

© Canal de MrGardelspanish

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Peter Mahler - Ein Portrait

b2ap3_thumbnail_Bild-1-Anima.jpg„Anima“, Öl auf Holz, 80 x 100 cm


PETER MA (H) LER

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Ein Träumer und Weltverbesserer – so war mein erster Eindruck von Peter Ma(h)ler,
als ich ihn vor etwas mehr als einem Jahr im Zuge der Vorbereitungen der Wohltätigkeitsauktion
für ‘Asyl in Not’ kennenlernte. Im Laufe unserer Begegnungen
entdeckte ich einen Menschen dahinter, der allen Dingen im Leben offen und positiv
gegenüber steht, durch nichts von seinem Glauben ans das Gute im Leben abzubringen
ist und der stets nach neuen Wegen sucht. Diese Suche wohl ist es, die sein
künstlerisches Oeuvre so facettenreich werden hat lassen.

Nach dem Studium an der Angewandten arbeitete er ganz in der Tradition der
damals sehr erfolgreichen phantastischen Realisten. Seine fotorealistische Malerei
basierte auf seinem ausgezeichneten handwerklichem Können und war von einer
gewissen Glätte und Unverbindlichkeit begleitet. Es musste der Zeitpunkt kommen,
an dem dies einem Menschen wie Peter Ma(h)ler nicht mehr genug sein würde. Sein
Bedürfnis, Gefühle auszudrücken, diese in seinen Bildern umzusetzen, liess in der
Folge abstrakte Gemälde enstehen, die spontan mit Fingern und Farbe auf der Leinwand
enstanden. Zuerst noch in schwarz gehalten mit einigen Farbauflockerungen,
sind sie in der Zwischenzeit zu hellen wogenden Farbenmeeren geworden.

Dem entgegengesetzt entstanden auch dreidimensionale Objekte, in denen der
Künstler als ‘Archäologe aus der Zukunft’ agiert. Seine Kunstharzgüsse und ‘Versteinerungen’
können als zeitgeschichtliche Dokumente gesehen werden, die dem
Betrachter das Gefühl geben, in die Zukunft gereist zu sein, und nun Fetische und
Alltagsgegenstände des 21. Jahrhunderts rückblickend als Ausgrabung zu sehen.
Die Distanz zu den Objekten verschafft dem Betrachter die Möglichkeit einer kritischen
Begutachtung und Beschäftigung mit diesen.

In den letzten Jahren ist somit ein facettenreiches Werk entstanden, das immer wieder
neue Fragen aufwirft und von einem Menschen dahinter zeugt, der auf der Suche
nach neuen Wegen ist und diese auch bereit ist, zu beschreiten. In diesem Sinne sind
wir gespannt, was uns Peter Ma(h)ler in den nächsten Jahren präsentieren wird.

Andrea Jungmann

 

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„Another symbol of creation“
Öl auf Leinwand
100 x 130 cm

 

 

I am very happy to be able to introduce you to my portfolio. It is dedicated
to a handful of people who are in the art business, people like your self.

Perhaps I can sum up the main subject matter of my recent paintings with the
word "constructionalism". This word may seem a bit out of place being used
to describe my philosophy of life - which greatly influenced my paintings.
But it seems to work. The main points of this school of thought seem to be
ones of self creation, independence and self empowerment. Also responsibility,
something highly needed today, in my mind, anyway.

The interview in this catalogue should help the interested person to understand
exactly what I mean. By the way, I interviewed myself. It was a fun
way to focus my mind on what I wanted to say. When people look at my
paintings they become involved with the surfaces, which is all right, but I
want more. I am also trying to illustrate what I believe in. And what I believe
is important.

The two paintings found at the very beginning of this booklet are the newest,
completed in the first quarter of 2005 for an exhibition I had in the Gallery
SUR in Vienna. These paintings go -technically speaking -in a different
direction, but seem to be related to the others anyway. When I look at them,
I experience the same kind of -well, elevation. There is something about
impossible objects that seem to express the wonders of the universe and of
life itself, the essence behind our very existence.

Now that you are holding this in your hands, what are you supposed to do?
First of all, please enjoy it. Look at my art work. Read the texts at your leisure.
I hope that they make good reading.

And then, if you appreciate what I am doing, please contact me. I do not
want my wonderful paintings or my message to the world to get buried under
tons of dust. You can reach me via eMail at: peter.maler@chello.at, or by
telephone with the number 0699 1 95 44 918. Art needs a forum. And I know
that you appreciate this. Art is an important part of your life.

Best regards,

Peter Mahler

 

 

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„Leuchter“
Öl auf Leinwand
100 x 130 cm

 

 

EIN TAGEBUCH DER EINDRÜCKE- INTERVIEW
MIT DEM KÜNSTLER


Was bedeutet es zu malen? Können Sie Ihren kreativen Prozess
beschreiben?

„Wenn ich heute male, beginne ich gewöhnlicherweise/üblicherweise ohne
Skizzen/Entwürfe oder Pläne. Üblicherweise spüre ich eine Art besonderer
Energie in mir und ich fühle mich ziemlich (an)gespannt. Es ist eine Zeit,
in der ich mich selbst von der Welt verschließe. Der Zeitpunkt muss gerade
richtig sein; ich muss mich in einer bestimmten Stimmung befinden. Was
normalerweise geschieht kann mit einer Explosion verglichen werden. Ich
tauche buchstäblich in meine Arbeit ein. Indem ich meine bloßen Hände
und Finger verwende, erschaffe ich diese Strukturen und Muster, die, wie
ich fühle, nach Ausdruck verlangen.

Die Arbeiten sind normalerweise erfüllt von dynamischer Kraft und Symbolhaftigkeit.
Der erste, anfängliche Moment ist entscheidend für meine
Arbeit, vielleicht in irgendeiner Art vergleichbar mit einem visuellen Tagebuch,
da die Gemälde eng mit meinen Gefühlen und meinem Wohlsein/
Wohlergehen verbunden sind. Einige Hauptgedanken, die in solchen
Momenten ihren Ausdruck finden, behandeln die hinter dem Leben selbst
stehenden Kräfte, Schöpfung und Geist. Das, was das Leben beseelt (belebt,
aufmuntert), die Entwicklung hinter den Lebensformen und ihrer Welt,
scheinen zu sein, was ich ausdrücken möchte.

Ich glaube daran, dass wir unsere eigene Realität schaffen. Wir ziehen/
fesseln unsere Freunde und Partner an, beeinflussen unser tägliches Leben/
Alltagsleben, steuern „Erfolg“ oder „Misserfolg/Versagen“ an. Wir
beeinflussen auch unsere Gesundheit und unser Wohlergehen durch unsere
Ernährung, unsere Gewohnheiten und unseren Gefühlszustand. Wir kreieren
die Situationen, in denen wir uns selbst finden, erschaffen die Gefühle, die
uns motivieren, und ziehen jene Menschen an, die wir benötigen, um eine
bestimmte persönliche Realität zu formen.

Unsere persönliche Realität wird auch durch die Art, wie wir Dinge betrachten,
definiert/erklärt/bestimmt. Und die Weise, auf die wir Dinge interpretieren/
erklären/darstellen/wiedergeben, ist ebenfalls ein Werkzeug, um unsere
eigene, persönliche Realität zu erfahren. Wir betrachten unsere Realität
durch die Matrix (Nährboden) unseres Designs und wir leben umgeben von
subjektiven Wahrheiten. Die Weise, wie wir die Welt erfahren, gleicht der
Art, wie die Welt ist.

 

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„Wave of creational power“
Öl auf Holz
80 x 100 cm

 


 

Wir erschaffen die Pole, die wir benötigen, um unsere Existenz durch den
Vergleich zu definieren/erklären. Eine meiner größeren/bedeutenderen/
wichtigeren Arbeiten mit dem Titel „Ohne Dunkelheit kann es kein Licht
geben“ versucht diesen Umstand auszudrücken.

Können Sie Ihre künstlerische Entwicklung beschreiben?

„Eines meiner Interessen als Bursche/Junge war die klassische Malerei.
Ich spreche über das, wovon ich glaubte, es sei deren wahrhaftige Essenz
(Geist, Wesen). Meine bevorzugten Künstler von damals waren Leonardo
da Vinci, Michelangelo und andere aus der Hoch-Renaissance. Ich kann
mich an einige Bücher aus der Bibliothek meiner Eltern erinnern, die sich
mit dieser Kunstperiode beschäftigten, und wie sehr ich von ihnen beeindruckt
war. Ich erinnere mich auch daran, dass ich einige der Kunstwerke
nachmalte und einige surrealistische Elemente hinzufügte, um auf diese
Weise meine eigenen sonderbaren/merkwürdigen symbolischen Welten zu
schaffen. Der von mir verwendete Symbolismus kam aus meinem Unterbewusstsein,
erschaffen durch freien, spontanen Ausdruck, aber sehr klar und
genau. Es sollte niemanden überraschen, dass ich schließlich nach Europa
aufbrach und somit/auf diese Weise einen Weg fand, um die Techniken der
alten Meister zu studieren und zu praktizieren. Einige meiner Kunstwerke
aus dieser Periode können in diesem Katalog gefunden werden.

Nahezu alle Gemälde wurden auf Holzplatten gemalt, in der klassischenÖl-Tempera Schichtentechnik. Damals malte ich auch Porträts und jedes
einzelne Detail war von großer Wichtigkeit/Bedeutung, jedes einzelne Haar
zählte. Ich hatte verschiedene Aufträge, die Porträts von einigen der wohlhabendsten
Menschen in Europa einschlossen! Darüber hinaus vervollständigte
ich eine Malserie auf Holz, die in Österreich und Deutschland ausgestellt
wurden. Ich unterrichtete auch an verschiedenen Örtlichkeiten, und
bei einer Gelegenheit wurde ich von 3 SAT-TV eingeladen, um im Rahmen
einer Sendung eine Vorlesung/Vortrag über die Techniken der alten Meister
zu halten.

Ich erreichte schließlich einen hohen Grad technischer Perfektion, aber ich
fühlte mich unzufrieden/unbefriedigt. Es schien mir als ob mir die technische
Perfektion nicht erlauben würde, meine Gefühle spontan frei zu lassen,
ich vermisste die Möglichkeit mit freier Assoziation zu arbeiten. Ich fühlte
mich künstlerisch eingeengt. Schließlich, nach Jahren der „technisch orientierten
Malerei“, erfuhr ich die erste kreative Explosion. In meinem Atelier
begann ich eine neue Serie abstrakter Bilder, die unglaublich ausdruckstark

 

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„Another wave of creational force“
Öl auf Holz
80 x 100 cm

 

waren. Wenn ich zurück denke, erinnere ich mich daran, dass ich Malfarbe
sogar von der Zimmerdecke entfernen musste! Diese ersten Arbeiten führten
zu meinem gegenwärtigen Stil.“

Wie steht´s mit Ihren Objekten?

„Ich begann mit der Erzeugung meiner Objekte – ich möchte sie Skulpturen
nennen – kurz nachdem ich expressiv zu malen begann. Es ist, als hätte
mich die künstlerische Explosion für neue Gedanken und Techniken frei
gemacht. Die ersten Objekte ähnelten Fossilien von uralten von menschlicher
Hand geschaffenen Kunstprodukten. Ich kreierte auch Schaukästen/Vitrinen,
die den Betrachter an eine Ausstellung in einem Museum erinnerten.

Die Objekte wurden aus Gips, Zement und anderen Materialien gemacht.
Bei Gelegenheit bemalte ich die Oberfläche, indem ich eine Art Patina
schuf, die eine sehr überzeugende Illusion von

Altertum schuf. Diese Arbeiten führten zu einigen größeren Kunstwerk, wie
dem „Rad der Menschheit“, einem Stück, das die Entwicklung der menschlichen
Zivilisation zeigt, und „Charly“, das grundsätzlich die „Versteinerung“
eines menschlichen Wesens darstellt. Charly stammt aus unseren
Tagen und aus unserem Zeitalter. Nach einer genaueren Betrachtung könnte
der Betrachter einige Schlüssel dafür entdecken, die dies beweisen, eine
Armbanduhr, eine Münze, ein zertrümmertes Tonband, alles versteinert und,
wie es scheint, Ewigkeiten alt.

Darüber hinaus schrieb ich eine Serie von Beschreibungen, in denen ich
die Geschichte meines „Fossils“ erzählte. Um dies angemessen/ordentlich
durchzuführen, erfand ich einen Archäologen, Dr. Dr. Walter Hitzinger, und
befragte ihn in meinen Artikeln. Seine wissenschaftlichen Meinungen, die
ich ihn im Magazin „Discovery“ veröffentlichen ließ, ergänzten meine versteinerten
Skulpturen perfekt und unterstützten die Illusion einer musealen
Atmosphäre.

Die Botschaften, die sich hinter diesen Arbeiten befinden, sollten klar sein.
Die Frage ist: Was hinterlassen/geben wir der Welt, wenn wir sie verlassen?
Welches Erbe hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln? Wenn jemand
der Welt die Möglichkeit gibt, ihren Tod zu sehen bevor er tatsächlich eintritt,
könnte die Welt genug Zeit haben, um einige notwendige Veränderungen
durchzuführen, bevor sie stirbt.

 

 

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„Yet another symbol of creational force“
Öl auf Holz
80 x 100 cm

 

Nach den Versteinerungen kam eine Serie von Objekten, die in Kunstharz
eingegossen wurden. Diese Objekte repräsentierten meine eigenen „Fetische“,
Dinge, denen ich einen persönlichen/subjektiven Wert zuschreibe,
wie ein Vogelnest, eine ägyptische Skulptur, eine bulgarische Medaille,
und eine getrocknete Kornähre. Später kam eine Serie, die „Fetische deiner
Welt“ genannt wurde und Symbole zeigte, wie Karriere, Aggression/Gewalt,
Sex und Drogen. Diese Skulpturen, die auf schwarze Steher/Säulen gestellt
wurden, wurden um „Charly“ herum drapiert und erlaubten den Eindruck
eines futuristischen Grabmals, das mit Geschenken/Grabbeigaben für ein
Leben danach (Leben nach dem Tod) angefüllt war.

 

 


 

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„A picture of red and yellow power“
Öl auf Holz
50 x 70 cm

 

 


 

 

East-West-East - About Peter Mahler
Galerie SUR (www.sur.at)


Die Phasen der persönlichen Entwicklung von Peter Ma(h)ler sind eng seiner
persönlichen Familiengeschichte verknüpft. Der Künstler wurde zwar in
den Vereinigten Staaten von Amerika geboren, doch Österreich, die Heimat
seines Vaters, die dieser 1938 verlassen musste, zog den 21-jähirgen wieder
nach Wien. Dort absolvierte er die Hochschule für Angewandte Kunst und
knüpfte an die künstlerische Aussagekraft seines Großonkels Gustav Mahler

– dies allerdings auf dem bildnerischen Sektor – an.
Die gestische Abstraktion als Mitbringsel aus den USA wandelte sich zu
umrisshaft Figurativem, so wie sich für Leonardo da Vinci aus Wolkengebilden
und abblätterndem Mauerwerk Körperliches und Menschliche Gesichtszüge
formten.

Heute dominiert in seinen Werken die Freiheit des „ma(h)lerischen“ Ausdrucks.
Mahler bearbeitet seine Werke mit Händen und Fingern. Es tauchen
geometrische Symbole und neue Materialien auf. Unverkennbar ist die Liebe
zu den nonverbalen Strukturen und Arrangements der Musik seines Urgroßonkels,
die sich in seiner Arbeit zu einer Vision von Leben und Natur, zu
einer Einigkeit von Energie und Geist zu verdichten scheint.

Oft verbindet er diffus gestrichelte, eminent malerische Bildflächen mit
strengen geometrischen Formen. Der Vollzug der Synthesen ist immer mit
dem Eintritt in Reifezeiten verbunden.

Für die Wiener Galerie SUR sind die Arbeiten von Peter Ma(h)ler eine
unverzichtbare Ergänzung und Erweiterung ihres künstlerisch-kulturellen
Diskurses, der fast ausschließlich in Nord-Süd-Richtungen - wenn auch in
geographisch weitgespannten Radien -verläuft. Mit Peter Ma(h)ler öffnet
sich ein neuer Weg: Der Ost-West-Ost-Verlauf als „andere“ Möglichkeit im
Sinne einer globalen Kommunikationssuche.

 

 

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„A symbol of self creation and isolation“
Öl auf Holz
150 x 195 cm

 

 

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he artist at work...
above: "Two symbols of growth"
Öl auf Holz, 50 x 70 cm

 


 

 

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„Without darkness, there can be no light“
Ausschnitt - Öl auf Holz
152 x 197 cm

 

 

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„Dr. Dr. Walter Hitzinger’s museum“
Cement casts, epoxy

 


 

 

 

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„Angel at the gate“
Öl auf Papier
30 x 30 cm

 

 

 

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„Gad Rausing“
Öl und Tempera auf Holz
50 x 70 cm

 


 

 

 

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„Sonniger Herbst“
Öl auf Holz
40 x 50 cm

 

 

 

Ausgewählte highlights:


"Ma(h)lerei und keramische Objekte", Galerie SUR, Wien, 2005

"Sur de Vienne", Torremolinos, Spainen, 2003

"Peter Ma(h)ler, New Work", Die Galerie, Wien, 2002

"New England Symphony", Galerie Sur, Wien, 2000

"Ausstellungsüberfall", Gallery Kunst-Fehler, Wien, 2000

Concept for the House of Music (Gustav Mahler Saal), Wien, 2000

"Die Macht der Leidenschaft in der Ma(h)lerei", Bundy and Bundy, Wien, 2000

"Sur de Vienne", National Gallery for Foreign Arts, Sofia, 2000

"Sur de Vienne", Wittgensteinhaus, Wien, 1999

"From the technique of the old masters to abstract explosion", St. Peter an der Sperr,
Wiener Neustadt, 1998

Presentation of the CD-ROM: "Peter Ma(h)ler, His Life, His Work", Palais Lobkowitz,
Wien, 1997

"Das virtuelle Museum", MMK, Wien, 1995

"Fossils and Fetisches", Kramsacher Kunstforum, Tirol, 1995

"Maler's new Archeology", PSK-Datendienst, Wien, 1991

"Altmeisterliche Malerei in der Gegenwart", Vincents Kunsträume, Wien, 1986

3-Sat: "Peter Maler und die neuen Alten", Mainz, 1986
"Kunst und Technik", Porsche Wien,1984



Mag. Peter Mahler
peter.maler@chello.at, Tel: 0699 1 95 44 918


KÄRNTEN:
Koschatstraße 96, 9020 Klagenfurt


WIEN:
Schützengasse 27-29/1/18, 1030 Wien


www.mahler.cc, www.maler.cc



Impression:
Mag. Peter Mahler
Schützengasse 27 29/1/18
A-1030 Wien
peter.maler@chello.at
www.mahler.cc

 

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Buchauszug "Kulturgeschichte des Dritten Bezirks"

Finden Sie hier periodisch einige Auszüge aus dem Buch, veröffentlicht vom Bezirksmuseum Landstrasse, Wien 3

Beginnen wir mit Kapitel 1: PRÄHISTORISCHE UND RÖMISCHE FUNDE (Stand 2007)

13-15, 17, 36 Gerlgasse 8, 12 Göschlgasse 12, 14
Hafengasse 2, 13 Hegergasse 13 Hohlweggasse 1 bis 19, 2 bis 6, 10, 12
Jacquingasse 18 Keilgasse 2 bis 6, 7, 9, 12 Kleistgasse 2, 12 Klimschgase 12 bis 18, 19, 21, 40
Landstraßer Gürtel 27 Landstraßer Hauptstraße 10, 13, 21, 39, 75-77, 137, 146-148, 169, 171, 173
Mechelgasse 1 bis 5 Metternichgasse 11
Oberzellergasse 14 bis 20 Prätoriusgasse Prinz-Eugen-Straße 1
Rechte Bahngasse 50 Reisnerstraße 59, 61 Rennweg 6, 11, 12A, 13, 14 bis 26, 21, 31 bis 33A, 34-36, 44, 49, 54, 58 bis 64, 63, 81, 87, 95, 96, 97, 102
Rennweg / Ungargasse Rudolfstiftung (Garten) Schlachthausgasse 52, 54
Schützengasse 1, 2, 12, 24 Siegelgasse Stanislausgasse 1, 2, 4, 11 Steingasse 21 bis 27, 30, 33 bis 37, 36 bis 40 Strohgasse 1 Stubenbrücke Schweizer Garten Ungargasse 64
Viehmarktgasse Zollamtsstraße, Vordere

Damit haben Sie einen ersten Überblick über diese Funde im Bezirk, lesen Sie bitte die weiteren kommenden Buchauszüge - der nächste wird sein: Ein Bericht über die "Frühgeschichte", oder beschaffen Sie sich das Buch bei einem Besuch im Bezirksmuseum in der Sechskrügelgasse 11; oder Sie bestellen es Online hier.

 

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St. Marx (ein früherer Beitrag, aber doch aktuell)

St. Marx1986 verfasste ich ein Museumsheft mit dem Schwerpunkt St. Marx. (Siehe Shop) Weil sich inzwischen dort einiges verändert hat, möchte ich in der nächsten Zeit - ich schrieb diesen Text im Frühjahr 2007 - eine umfassende Ausstellung über diesen Teil unseres Bezirksgebietes gestalten.

Warum dieser Bezirksteil diesen Namen trägt, wird auf der Seite St. Marxer Versorgungshaus erzählt. Dort sind auch einige historische Fotos zu finden.

Auch über das als "Bauch von Wien" bezeichnete ehemalige Schlachthaus St. Marx berichte ich in unserer Homepage. Hier ist allerdings inzwischen nachzutragen, dass der Rinderschlachthof, der nach Informationen aus den Reihen der Bezirkspolitiker möglicherweise bald als Oldtimer-Ausstellungsort mit angeschlossenem Gastronomiebereich genutzt werden wird, bereits in neuem Glanz erstrahlt. Das Innere der Halle besticht durch seine Schönheit und klaren Formen

In unmittelbarer Nähe der Rinderhalle wurde vor einigen Jahren an der linken Seite des Rennwegs das T-mobile-Center mit der Anschrift Rennweg 97-99 errichtet.

Lesen Sie hier weiter auf unserer Museumswebseite

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Vom Siechenhaus zum Bürgerspital

Die ursprüngliche soziale Einrichtung an dieser Stelle - ich spreche vom Gebiet um die heutige städtische Wohnhausanlage Landstraßer Hauptstraße 173-175 - wurde schon 1270 als Siechenhaus St. Lazar erwähnt. Im selben Jahr begann der 7. Kreuzzug! Der im Mittelalter gegründete Lazarus-Ritterorden richtete zu dieser Zeit an Einfallstraßen Spitäler ein, in denen Kranke sowohl zur Heilung als auch vorbeugend aufgenommen wurden, um zu vermeiden, dass sie ihre Erkrankung in die nahe gelegene Stadt einschleppen.
Natürlich gab es hier auch eine dem heiligen Lazarus geweihte Kapelle. Um 1370 wurde der heilige Markus Schutzpatron der Kapelle, den priesterlichen Beistand leisteten Kapläne des Himmelpfortklosters.
1376 finden wir die Anstalt erstmals als "Haus zu St. Marx, das man zu St. Lazar nennt" erwähnt. Während der ersten Türkenbelagerung wurde sowohl die gesamte Anstalt zerstört als auch alle Insassen getötet. Bereits 1540 findet man in Chroniken die Erwähnung des wieder errichteten Krankenhauses, und zwei Jahre später wurde der Einrichtung das Tafernrecht verliehen, das sowohl mit dem Brau- und Brennrecht sowie der Backgerechtigkeit verbunden war.  

Allerdings durften die Gäste beim Konsumieren nicht sitzen! 1547 besuchte Wolfgang Schmeltzl Wien und berichtete, dass 190 Patienten im St. Marxer Spital Aufnahme gefunden hatten. Auch 1683 wurden die Gebäude und die Kirche wieder zerstört, die Kranken ermordet, die Felder verwüstet und das Vieh gestohlen. Davon konnte sich das Spital nicht mehr erholen und wurde 1706 dem Bürgerspital einverleibt, welches das Spital vergrößerte und neue Fachabteilungen einrichtete. So erfolgte im St. Marxer Gebärhaus beispielsweise ab 1754 die Ausbildung der Wiener Hebammen. Als das von Joseph II. geschaffene Allgemeine Krankenhaus eröffnet worden war, wurden 1784 alle Kranken aus St. Marx in das neue Spital gebracht.

Ausführlicher Bericht im Museumsheft hier bestellen

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Willi Boskovsky (1909-1991)

Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht.

WILLI BOSKOVSKY (1909-1991), der Konzertmeister der Wiener Philharmoniker

Der Dirigent d. Wr. PhilharmonikerUm es vorwegzunehmen: Seine langjährige Anschrift lautete Jacquingasse 51, wo es keine Erinnerungstafel für ihn gibt.

Durch seine Mutter erhielt er schon mit fünf Jahren Unterricht im Geigenspiel. Als Abschluss seines Studiums an der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst gewann Willi Boskovsky 1926 den Kreisler-Preis, wurde 1932 Mitglied der Wiener Philharmoniker, ab 1935 unterrichtete er Violine an der Akademie und war von 1939 bis 1971 deren Konzertmeister.

Als Solist trat er mit den Dirigenten Hans Knappertsbusch, Bruno Walter und Wilhelm Furtwängler auf.

Von 1955 bis 1979 dirigierte Boskovsky die alljährlichen Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker. Er ist allen Liebhabern dieser Konzerte unvergesslich, weil er dabei ebenso wie Johann Strauß (Sohn) mit der Geige in der Hand dirigierte, auf der er zwischendurch ein Solo spielte.

Dazu hier ein Link zum Hörgenuss: Neujahrskonzert

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Konrad Johann Rosenthal (1769-1843), d. vielbeschäftigte Gärtner

Interessante Persönlichkeiten, die im  St. Marxer Friedhof beigesetzt wurden (28).

Unweit der Grabstellen der Gastwirtsfamilie Stipperger und der letzten Ruhestätte des Theaterdirektors Johann Hoffmann befindet sich an der Friedhofmauer die Gruft der Familie Rosenthal. Rosenthal

Der begabte und phantasievolle Gärtner Konrad Rosenthal war vor 1800 aus dem Kurfürstentum Hessen nach Wien gekommen. Hier wurde er vom damaligen russischen Gesandten Graf - später Fürst - Rasumofsky beauftragt, auf dessen Grundstück, wo bereits vom belgischen Architekten Louis Montoyer - der übrigens auch im St. Marxer Friedhof beigesetzt ist - ein Palais errichtet wurde, den dazu gehörenden Garten zu gestalten. Für Kenner des 3. Bezirks möchte ich hier die Ausdehnung desselben angeben; er breitete sich damals zwischen der Rasumofskygasse und der Wassergasse bis hinunter zum heutigen Donaukanal aus. Dadurch wurde Rosenthal als Gartengestalter derart bekannt, dass ihm in der Folge nicht nur viele Schlossbesitzer  - beispielsweise der Bankier Johann Heinrich Geymüller - die Gestaltung ihrer Gärten draußen in den Vororten überantworteten, sondern ihm auch die Gemeinde Wien den Auftrag erteilte, die Pflege der Gartenanlagen auf dem Glacis zu übernehmen.

Lesen Sie doch weiter auf unserer Homepage INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, der mit einem Orientierungsplan versehen ist, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Eisskulptur

Eisskulptur

Aufgenommen von Georg Kiss (+)

 

Eine besonders gut gelungene Skulptur eines Eiskünstlers, vorgestellt von unserem Museumsfreund und Mitarbeiter Georg Kiss

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Kunst im öffentlichen Raum (2)

Hanuschdenkmal f HanuschhofDer Hanuschhof in Erdberg, der sich zwischen Ludwig-Koeßler-Platz 4, Lechnerstraße 1-3, Dietrichgasse 59-63, Drorygasse 19-23 und Erdberger Lände 50-54 befindet, ist für dieses Kapitel ein passendes Beispiel. Vor Erbauung dieser städtischen Wohnhausanlage nach Plänen von Robert Oerley zwischen 1923 und 1925 befanden sich dort - die Grundstücke waren im Besitz der Gemeinde Wien - der Lagerplatz einer holzverarbeitenden Firma und an Einzelpersonen verpachtete Kleingärten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.
Im ersten Hof, den man vom Ludwig-Koeßler-Platz hier erreicht, befindet sich die 1926 enthüllte bronzene Kolossalstatue eines Athleten des Bildhauers Karl Gelles. Die Figur scheint in ihrem Rücken andrängende Gestalten abwehren zu wollen, womit der Künstler die Schwierigkeiten ausdrückte, denen Ferdinand Hanusch bei der Durchsetzung der von ihm initiierten Sozialgesetze ausgesetzt war. Auf einem Steinsockel  findet man die aufklärende Inschrift Dem Schöpfer des modernen Arbeitsrechtes von den Arbeiterkammern Österreichs gewidmet. Schon im Jahr 1934, also zu Beginn der Epoche des österreichischen Ständestaates, wurde das Denkmal entfernt, irgendwo gelagert und offenbar 1941 eingeschmolzen. Glücklicherweise konnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die ursprüngliche Gußform bei den Wiener Metallwerken gefunden werden, was es dem Bildhauer Rudolf Schmidt ermöglichte, ein neues Denkmal zu gestalten, das 1954 aufgestellt wurde.

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Kunst im öffentlichen Raum (1)

Für uns ist es heute selbstverständlich, da und dort auf den Strecken, die wir täglich zu Fuß zurücklegen, eine Plastik zu sehen, ohne über das Zustandekommen derselben nachzudenken.

Das älteste dieser Kunstwerke, die von der Stadt Wien finanziert wurden, ist der Providentiabrunnen - wir nennen ihn allgemein  "Donnerbrunnen" - auf dem Neuen Markt. Das war 1737 eine Sensation, als die damalige Stadtverwaltung mit Georg Raphael Donner, der, um es der Vollständigkeit halber zu bemerken, zuletzt im Haus Marokkanergasse 3 wohnte, wo es auch eine Gedenktafel gibt, Verhandlungen über die Errichtung eines künstlerisch gestalteten Brunnens führte. Felix Czeike schreibt dazu in seinem "Historischen Lexikon Wien": Es handelte sich dabei um den ersten künstlerischen Auftrag mit profanem Charakter für einen öffentlichen Platz Wiens. Erfreulicherweise wurde dieses Denken bald zur Tradition.

Ich werde  Ihnen hier laufend Kunstwerke und die Menschen, die diese gestalteten, vorstellen, die sich im dritten Bezirk befinden.

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Enterdigungen im St. Marxer Friedhof

Hauger GrabsteinAufmerksamen Besuchern des Friedhofs fallen immer wieder kleine Erinnerungstafeln anstelle von Grabsteinen auf, die darauf hinweisen, welcher Verstorbene seinerzeit vor seiner Exhumierung und Überführung (zumeist in ein Ehrengrab) hier gelegen hatte.

Einige Beispiele dafür sind der Komponist Josef und seine Mutter Anna Strauss, die Weltreisende Ida Pfeiffer, die Schauspielerin Therese Krones, die Maler Moriz Michael Daffinger und Peter Fendi, der Wissenschafter Theodor Georg von Karajan und viele andere.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauger ProtraitLeider haben wir über diese Ereignisse so gut wie keine Informationen. Vor einigen Tagen erhielt ich von einem Museumsbesucher Zeitungsausschnitte aus dem Jahr 1935, in denen über die Exhumierung des Tiroler Freiheitskämpfers Georg Hauger (1782-1859) berichtet wird.

Er war ein Mitstreiter von Andreas Hofer und sorgte 1823 für die Überführung von Hofers Gebeinen in die Innsbrucker Hofkirche.

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Neue Bildergalerien aus dem Bezirk

fasangasse 8 Fasangasse 8, Stiegenhaus

Auf einer gerade von uns neu eingerichteten Internet-Bildergalerie sehen Sie alle unsere Denkmal-Bilder des 3. Bezirks.

Das gesamte Bildmaterial zu den Themen Brücken, Brunnen, Denkmäler, Gedenksteine, Epitaphe, Hauszeichen, Flurdenkmale, Statuen ist wohlgeordnet und zeitgemäß präsentiert.

Sie sehen, daß wir alle Schätze, die dem Museum anvertraut werden, sorgfältig katalogisieren, schützen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Besuchen Sie uns auf  Denkmaeler.dasmuseen.net. Für Fragen, Anregungen und auch für die Pflege Ihrer Bilddokumente stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Ihr Karl Hauer

Unterstützt, finanziert und Mithilfe durch den Verein Forschmit, Förderer f. Museen in Österreich und Verein Genealogie in Austria

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