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Die User Blogs

Viel Spaß bei unseren Blogs - auch Sie sind herzlich eingeladen, hier Ihre Beiträge zu schreiben.

Ein Erfolg unserer Wühlmäuse-Gruppe

Beatrixbad1

Seit einigen Jahren beschäftigt sich eine am Untergrund des dritten Bezirks interessierte Gruppe - Fotografen, Kunst- historiker, Journalisten und Helfer, die ich als Wühlmäuse bezeichne, mit der Erforschung von Kellern und dergleichen (s. Blogbeiträge Untergrund Landstraße und Der Untergrund des dritten Bezirks). Unter anderen Projekten waren sie bereits in den Kellern des ehe- maligen Brauhauses St. Marx im Erdberger Mais und an anderen Stellen tätig. Das spannendste Ergebnis ihrer Forschungsarbeit gelang ihnen an der Anschrift Linke Bahngasse 9 / Beatrixgasse 14B, wo sie das ehemalige Beatrixbad untersuchten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert prangte eine Werbeaufschrift für das Bad an der damals bestehenden Brücke der Verbindungsbahn im Bereich der Ungargasse (s. unser Foto des Blamauer-Aquarells).

 

In der Tageszeitung Die Presse erschien am 23. Juli 2011 der Artikel

Brücke

Comeback des ältesten Wiener Bades, dem zu entnehmen ist, dass die derzeitigen Hausbesitzer nach der schwierigen Tätigkeit von Thomas Keplinger und seinen Forscherfreunden planen, dieses Kleinod bis zum Herbst 2012 zu reaktivieren. Eines der Fotos, die von der Gruppe während ihrer Arbeit gemacht wurde, zeigt den Zustand des lange Zeit vergessenen Bades.

Zum Schluss drei historische Anmerkungen: 1) Bis 1856 bestand an der Stelle des späteren Beatrixbades die so genannte Stuckbohrerei, in der die roh gegossenen Kanonenrohre gebohrt wurden; die dazu notwendigen Maschinen wurden mit Wasserkraft betrieben (s. unser Beitrag Landstraßer Wassernutzung am Wiener Neustädter Kanal, 1822). 2) Im Gebäude Linke Bahngasse 9 / Betraixgasse 14B, das 1888 vom Architekten Josef von Wieser - übrigens war er auch für die Planung der Elisabethkapelle in der Kleingasse verantwortlich - erbaut wurde, hatte die Süßwarenfabrik Heller ihre erste Erzeugungsstelle; sie betrieb ihre Maschinen mit dem Dampf des Bades. 3) Im Beatrixbad trainierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der jüdische Schwimmverein Hakkoah

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Das Botschaftsviertel im 3. Bezirk

Diese Bezeichnung für die Straßenzüge zwischen Marokkanergasse und Reisnerstraße nördlich des Rennwegs hat sich während der letzten 130 Jahre bei uns eingebürgert. Der Besitzer dieser Areals Richard Fürst Metternich ließ seinen ehemaligen Garten, der bis zur Neulinggasse reichte, 1870 parzellieren. Nach und nach erwarben reiche Bauherrn aber auch ausländische Mächte die Baugründe. Der erste in der Reihe war der Großhändler Israel Simon, der an der heu- tigen Anschrift Jaursgasse 4 / Reisnerstraße 47 vom Architekten Alois Wurm ein respektables Stadtplais mit Garten erbauen ließ. Schon bald - 1873 - verkaufte er es an Herzog Adolf von Nassau, von dessen Erben das Kaiserreich Russland die Liegenschaft erwarb, um hier ihre Botschaft einzurichten.


                                Jauresgasse 8, ehem. Palais d. Englischen Botschaft

1873 erwarb das Königreich Großbritannien das Grundstück mit der heutigen Anschrift Jauresgasse 10 / Metternichgasse 6, wo von Victor Rumpelmayer das Gebäude der Königlich Britischen Botschaft errichtet wurde, das seit 1949 als Palais des jeweiligen Botschafters genutzt wird.

1877 kaufte das Deutsche Kaiserreich die Liegenschaft an den heutigen Adressen Jauresgasse 6-8 / Metternichgasse 3 / Reisnerstraße 44, wo ebenfalls Victor Rumpelmayer als Architekt tätig wurde.

In den folgenden Jahren entstanden weitere repräsentative Bauten wie

beispielsweise Palais Redlich (Jauresgasse 3), Palais Sigray St. Marsan (Jauresgasse 9 / Reisnerstraße 49), Palais Bratman (Metternichgasse 4), Palais Seybel (Reisnerstraße 50), die Palais Bourgoing (Metternichgasse 8 und 12) und schließlich die russisch orthodoxe Kathedrale (Jauresgasse 2).

Es lohnt sich, hier einen Spaziergang zu unternehmen.

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Wasser

In mehreren unser Schulprogramme wird das Thema WASSER behandelt. Einmal beim Projekt "Denkmal im Diskurs" mit Schwarzenbergplatz, Russendenkmal und Hochstrahlbrunnen in Wien, dann auch bei den Gemeinschaftsprojekten von Schulen. Bei den Projekten "Kulturlandschaft" oder auch "Industriedenkmale". Ich habe in der Bbibliothek 2 Werk gefunden, die ich wegen der hohen Qualität hier vorstelle, und die das Geschichtsbild abrunden.

  Wasserversorgung für Wien

Das Buch Dich zu erquicken, mein geliebtes Wien - Geschichte der Wassserversorgung von den Anfängen bis 1900, v. Josef Donner. Klappentext: "Als am 24. Oktober 1873 die Fertigstellung der I. Wiener

Dich zu erquicken

Hochquellenleitung mit der Inbetriebnahme des Hochstrahlbrunnens auf dem Schwarzenbergplatz gefeiert wurde, hatten die Wiener schnell ein Witzwort bei der Hand: Sie verliehen der mächtigen Fontaine zwischen Rennweg und Prinz-Eugen-Straße taxfrei den Ehrentitel "Höchster Heuriger Wiens."  Nichts könnte die Wertschätzung der Wiener für ihr geliebtes Hochquellwasser besser charakterisieren als dieser Vegleich mit dem Rebensaft. Wiener Blut, Wiener Wassern Wiener Wein: So mußte eigentlich die Dreieinigkeit der weltberühmten "flüssigen Spezialitäten" dieser Stadt lauten. " Mit diesem launigen Erklärungstext wird man nicht richtig auf diesen Band vorbereiet. In ihm werden auf 110 Seiten wunderbare kleine Geschichten über die Wasserversorgung Wiens erzählt, Baugeschichten ebenso wie die Entwicklung der Wasserversorgung für die einzelnen Bezirke, unterlegt mit vielen, liebevoll zusammengetragenen Abbildungen . Die Kapitel im Werk sind: Wasser für Vindobona   Brunnen und Baustuben   Bau zentraler Wasserleitungsanlagen: Öffentliche und Private Wasserleitungen Wassermann und Wasserweib   Kaiser-Ferdinands-Wasseleitung   Historische Nutzwasserleitungen und Wientalwasserleitung, sowie die Beschreibung von Wassermuseen, Wasserabgabebestimmungen 1873 bis 1910. Das Buch ist nicht für Techniker geschrieben , sondern ist ein Erzählband.
Verlag: Norka Zeitungsverlag GesmbH, zu beziehen im Buchhandel.

Als 2. Werk empfehle ich den Konsumenten und Liebhabern des Wiener Wassers, wie auch den wissbegierigen Schülern:

Wasser in Wien

Wasser in Wien. Von den Römern bis zur Neuzeit, Autorinnen sind Sylvia Saki Oberthaler u. Christine Ranseder Der Stadtarchäologie ist es gelungen, wie bei den meisten seiner Veröffentlichungen, archäologische  Themen auch für den Laien interessant zu verfassen. Das Büchlein mit 76 Seiten ist zwar mit vielen historischen Themen befasst, die den Leser jedoch nicht überstrapazieren. Natürlich ist es faszinierend zu erfahren, wie eine Stadt, die ursprünglich von den Römern gegründet wurde, im Laufe der 2.000 Jahre die Wasserversorgung sicherstellen konnte. Damals lebten hier etwa 6.000 römische Soldaten am Donaustrande, mit den Angehörigen und den Bewohnern der Zivilstadt insgesamt ca. 30.000 Personen. Die Wasserleitung damals hatte ein Länge von 17 km, mit einem durschn. Gefälle von 0,3 %. Weiters lerne ich: Die Durchflussmenge war täglich mind. 4,3 Mio Liter Wasser.  Und so geht es weiter bis zur Jetztzeit mit den Informationen, die einen eigentlich nie richtig interessiert haben. Aber doch, wenn man so einen kleinen Band in die Hände kriegt und ordentlich aufgemacht, 2.000 Jahre Geschichte kurzweilig erzählt bekommt.

Verlag: Phoibos aus Wien 5 verlegte den Band 2007, welcher über den Buchhandel oder die Stadtarchäologie oder die Wasserwerke bezogen werden kann.

 

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Denkmalpflege in Niederösterreich

Heute möchte ich Sie etwas mehr über die Denkmalpflege in Niederösterreich informieren.
Die Abteilung Kunst & Kultur der NÖ Landesregierung veröffentlicht mit dem Bundesdenkmalamt seit vielen Jahren laufend Bücher zur Denkmalpflege und zu Denkmal-Projekten.  Bisher sind 49 Bände erschienen.

Der letzte Band befasst sich mit dem Theme Papier und Bücher

 

b2ap3_thumbnail_denkmalpflege_Band49.jpg

Ich zitiere daraus:
"Denkmäler haben große Bedeutung für das Selbstverständnis einer Gesellschaft. Die Denkmalpflege hat sich zum Ziel gesetzt, diese Denkmäler, also im engeren Sinne Kulturgut, zu erhalten. Deshalb beschäftigen  wir uns immer wieder mit Themen des Materials, aus dem Denkmäler gemacht sind. Es geht um die Erhaltung des Schönen, aber auch des Bedeutenden, des Speziellen. Im Wesentlichen geht es darum, das Flüchtige an diesen Objekten zu bewahren.

Bei jedem Denkmal ist aber auch der Inhalt wichtig, sei es das Künstlerische, das Handwerkliche, das für die Gesellschaft Bedeutende. Papier ist in diesem Zusammenhang ein spezielles Thema, weil es neben Textilien ein besonders schwierig zu erhaltendes Material ist. So wie Stoffe auch, ist Papier in der Lagerung besonders Problematiken hinsichtlich Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt. In den Beiträgen dieser Broschüre ist dies sehr anschaulich dargelegt, und wir hoffen, Ihnen damit etwas Orientierung zur Aufbewahrung Ihrer Kunstschätze geben zu können. "

Ich empfehel Ihnen diesen Band besonders, weil man kaum Publikationen in diesem Bereich findet.
Hier das Inhaltsverezichnis:

 

Papier - Material für Kunst und Kultur

Manfred Koller

Die Waldviertler Papiermühle in Bad Großpertholz

Ulrike Vitovec

Die Entwicklung der oberen Papiermühle in Stattersdorf vom Mittelalter in die Jetzt-Zeit

Thomas Salzer

Papier als Raum - Entwicklung und Pflege

Edit Touré

Huuuch ein Buch! Vom Büchermachen und der BuchKunst in der "Buchstadt Horn"

Toni Kurz

Land der Bücher - Vom bibliophilen Buch bis zur e-library in Niederösterreich

Gabriele Ecker

Bestandserhaltung in der Niederösterreichischen Landesbibliothek und im Niederösterreichischen Landesarchiv

Ilse Entlesberger

Wohin mit Großgrafiken in Sammlungskabinetten? Eine seltene Auswahl

Gregor M.Lechner

Europäisches Forschungszentrum für Buch und Papierrestaurierung in Horn

Patricia Engel

Klosterbibliotheken in Niederösterreich

Martin Haltrich

Die wohltemperierte Bibliothek

Bernadette Kalteis

Restaurierbeispiele

 

Buchrestaurierung

Patricia Engel

Alle Erscheinungen sind kostenlos zu beziehen über die Homepage der NÖ Landesregierung. Ältere Bände werden nicht mehr neu aufgelegt, stehen jedoch als Downloads auf der Webseite zur Verfügung.

Bitte schaffen Sie sich selbst einen Überblick auf der Adresse:

http://www.noel.gv.at/Kultur-Freizeit/Kunst-Kultur/Publikationen/pub_denkmalpflegebroschuere.html

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Prominenz auf der Landstraße

Gedenktafel Musil, Rasumofskigasse 20

Immer wieder fragen Schüler, Studenten und historisch interessierte Besucher nach einer namentlichen Zusammenstellung prominenter Personen, die irgendwann im Bezirksgebiet daheim waren. Diese Liste enthält nur die Namen der Personen, deren Beruf und den Vermerk GT, sofern eine Gedenktafel besteht. Nähere Angaben erfragen Sie, bitte, bei uns. Ich habe begonnen eine solche anzulegen; sollten Sie die/den eine(n) oder andere(n) vermissen, teilen Sie uns, bitte, den fehlenden Namen über diesen Blog oder mittels E-Mail mit. Danke!

+ neben dem Namen bedeutet, dass diese Person bereits Mittelpunkt einer Ausstellung war

# neben dem Namen bedeutet, dass es zu dieser Person eine Homepage-Seite gibt. Adelpoller Franz, Politiker und Widerstandskämpfer, GT  Agricola Karl, Maler und Kupferstecher Aichinger Ilse, Schriftstellerin Angerer Paul, Komponist, # Aslan Raoul, Schauspieler Augustin Max, Dudelsackpfeifer

Bach de Christoph sen, Kunstreiter Bach de Christoph jun, Kunstreiter Bachmann Ingeborg, Schriftstellerin, GT (s. Museumsheft 1996/3; 2002/3; 2003/4) Bahr Hermann, Schriftsteller Balzac de Honore, Schriftsteller, GT (s. Museumsheft 2001/4 ) Bauernfeld Eduard, Bühnenautor, Schriftsteller Baumann Ludwig, Architekt Bayros Franz, Maler, GT Bäuerle Adolf, Schriftsteller, Journalist (s. Museumsheft 2003/4) Beethoven van Karl, Offizier (s. Museumsheft 1998/5) Beethoven van Ludwig + #, Komponist, 2 GT (s. Museumsheft 1998/5) Benatzky Ralph, Komponist Berg Alban, Komponist Bernstein Leonard, Komponist, GT Bing Rudolf, Theatermanager Birago von Karl, Festungsbaumeister

Die komplette Liste finden Sie auf der Museumsseite

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Buchauszug "Kulturgeschichte des Dritten Bezirks"

Finden Sie hier periodisch einige Auszüge aus dem Buch, veröffentlicht vom Bezirksmuseum Landstrasse, Wien 3

Beginnen wir mit Kapitel 1: PRÄHISTORISCHE UND RÖMISCHE FUNDE (Stand 2007)

13-15, 17, 36 Gerlgasse 8, 12 Göschlgasse 12, 14
Hafengasse 2, 13 Hegergasse 13 Hohlweggasse 1 bis 19, 2 bis 6, 10, 12
Jacquingasse 18 Keilgasse 2 bis 6, 7, 9, 12 Kleistgasse 2, 12 Klimschgase 12 bis 18, 19, 21, 40
Landstraßer Gürtel 27 Landstraßer Hauptstraße 10, 13, 21, 39, 75-77, 137, 146-148, 169, 171, 173
Mechelgasse 1 bis 5 Metternichgasse 11
Oberzellergasse 14 bis 20 Prätoriusgasse Prinz-Eugen-Straße 1
Rechte Bahngasse 50 Reisnerstraße 59, 61 Rennweg 6, 11, 12A, 13, 14 bis 26, 21, 31 bis 33A, 34-36, 44, 49, 54, 58 bis 64, 63, 81, 87, 95, 96, 97, 102
Rennweg / Ungargasse Rudolfstiftung (Garten) Schlachthausgasse 52, 54
Schützengasse 1, 2, 12, 24 Siegelgasse Stanislausgasse 1, 2, 4, 11 Steingasse 21 bis 27, 30, 33 bis 37, 36 bis 40 Strohgasse 1 Stubenbrücke Schweizer Garten Ungargasse 64
Viehmarktgasse Zollamtsstraße, Vordere

Damit haben Sie einen ersten Überblick über diese Funde im Bezirk, lesen Sie bitte die weiteren kommenden Buchauszüge - der nächste wird sein: Ein Bericht über die "Frühgeschichte", oder beschaffen Sie sich das Buch bei einem Besuch im Bezirksmuseum in der Sechskrügelgasse 11; oder Sie bestellen es Online hier.

 

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Brücken im Dritten - Rotundenbrücke

Die alte Rotundenbrücke (Sophienbrücke) Ansicht gegen den Prater

Die alte Rotundenbrücke (damals noch Sophienbrücke): 1776 wurde hier eine Brücke aus Eichenholz gebaut, um den Bewohnern der Vorstädte Landstraße und Weißgerber das Erreichen der Vergnügungsstätte "Altes Landgut" (damals zwischen der heutigen Stadtgutgasse und der Ausstellungsstraße) zu erleichtern. Um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ließ Fürst Rasumofsky hier eine neue Holzbrücke erbauen, die jedoch 1809 durch einen Eisstoß zerstört wurde, sodaß er sie 1809/10 durch eine Steinbrücke ersetzte.
Schon 1819 mußte diese abgetragen werden, da sie wieder durch Hochwasser und Eis beschädigt worden war. Weil Rasumofsky inzwischen verarmt war, wurde ein "Aktienverein zum Bau der Ersten Wiener Kettenbrücke" gegründet, mit deren Mitteln 1825 eine für Fußgänger und Reiter vorgesehene 71 Meter lange Brücke errichtet wurde.

Die Sofienbrücke (heute an Stelle Rotundenbrücke) etwa 1890

Sie wurde nach der Erzherzogin Sophie benannt (unser Bild). Ein interessantes Detail ist, daß ihr Geländer aus alten Flinten angefertigt war. 1872/72 wurde sie durch eine massive Fahrkettenbrücke ersetzt, über deren Landjochen die Gebäude für die Mauteinheber - jeder Benutzer mußte 1 Kreuzer Maut bezahlen - gebaut wurden. Erst nach 40 Jahren wurde die Einhebung der Maut abgeschafft. Im Jahr 1919 wurde der Name auf Rotundenbrücke geändert. Dieser Name erinnert an die 1872/73 für die damalige Weltausstellung im Prater errichtete Rotunde, die am 17. September 1937 abbrannte. Da ab 1902 eine Straßenbahnlinie über die Brücke führen sollte, musste sie verstärkt werden. Wegen des starken Verkehrsaufkommens war es notwendig eine neue Brücke zu bauen, die 1936 eröffnet wurde. Dieser Neubau dauerte 16 Monate! Im April 1945 wurde dieser Übergang ebenso wie alle anderen Donaukanalbrücken von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Pioniere der Roten Armee erbauten schon bald eine Notbrücke. 1954/55 erfolgte dann der Neubau der noch heute be- stehenden Rotundenbrücke als Trägerrostkonstruktion mit rahmenartigen Hauptträgern. Sie ist 62 Meter lang, 24,7 Meter breit, von denen 16 Meter für die Fahrbahn zur Verfügung stehen.

Lesen Sie weitere Details in unseren Bezirksnachrichten im Shop.

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Die Brauerei in St. Marx

mautnersche-brauerei-vogelschau

 

Schon zur Zeit des St. Marxer Bürgerspitals gab es hier eine kleine Brauerei. Der Erlös trug zur Erhaltung des Spitals wesentlich bei. Adolf Ignaz Mautner kam 1840 nach Wien und pachtete bald darauf die St. Marxer Brauerei. Nachdem das Bürgerspital aufgelöst worden war, kaufte Mautner 1857 die gesamte Anlage, die er schließlich 1861 durch den Ankauf von benachbarten Grundstücken vergrößerte. Ein Vogelschaubild zeigt den damaligen Brauereibetrieb. Bekannt wurde sein Betrieb durch die Erfindung der Kühlmaschine für sein Bier, was es ihm ermöglichte, Kühlhäuser unter dem Patentnamen "Normal-Bierlagerkeller System Mautner" einzurichten. Dadurch konnte er das damals beliebte untergärige Lagerbier während des ganzen Jahres anbieten.

Wasserbüffel, um 1900

Der innerbetriebliche Transport der riesigen Bierfässer wurde durch von jeweils zwei Wasserbüffeln gezogenen Wagen bewerkstelligt.

 

Ein interessantes Foto aus unserem Archiv zeigt das Einfahrtstor in der Landstraßer Hauptstraße, über dem sich ein Bild des heiligen Markus befand.

 

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Der Schweizergarten

Der Scchweizer GartenJa, als er 1905/06 angelegt wurde, hieß er noch Marie-Josefa-Park und war nach der Mutter des späteren Kaiser Karl, Maria Josefa, benannt. Zum Schweizergarten wurde er 1920, als die Stadt Wien beschloss, dieser Gartenanlage zum Dank für die großzügige Schweizer Hilfe, die damals hauptsächlich unterernährten und kranken Kindern zugute kam, diesen neuen Namen zu geben.

Ich hege ja den Verdacht, dass damals den Stadtvätern jeder neue Name genehm gewesen wäre, wenn er nur nichts mit den Habsburgern zu tun gehabt hätte. Für die Fasanviertler allerdings hat sich nichts geändert, hier heißt er nach wie vor "Mizzi-Pepi-Park". Die Anlage war im Stil eines englischen Landschaftgartens angelegt und enthielt mehrere Teiche...

Die ursprüngliche Ausstattung der Parkanlagewurde durch Kriegseinwirkungen während des Zweiten Weltkrieges zum größten Teil zerstört.Der Schweizergartenbrunnen Gegen den Einschnitt der Schnellbahn hat sich ein Stück des ehemaligen Linienwalles erhalten; übrigens besteht ein zweiter Rest in der Helmut-Qualtinger-Gasse.

Im Schweizergarten fallen dem Besucher zwei Denkmäler auf: das Staatsgründungsdenkmal, das vom Bildhauer Heinrich Deutsch und dem Architekten Berthold Gabriel geschaffen wurde und die Begründung der österreichischen Republik 1918 sowie die Wiedererstehung 1945 symbolisiert...

Lesen Sie ausführlich weiter: hier

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Landstraßer Kirchen und Andachtsstätten

Kapelle

 

 

Ein Bericht von der Homepage des Bezirksmuseums (Klicken Sie auf die Links und Sie gelangen zu den weitergehenden Informationen dort)

Im 3. Bezirk bestehen 18 (!) römisch-katholische Kirchen bzw. Kapellen in sechs Pfarren. Die anderen zwölf Kirchen sind Institutionen wie Klöstern,  Krankenhäusern, einer Schule oder einem Palais angeschlossen.

Darüber hinaus beheimatet unser Bezirk noch die Anglikanische, Armenische, Evangelische, Evangelisch-Koreanische Kirchesowiedie Russisch- und Serbisch orthodoxen Gotteshäuser.

Seit einigen Jahren hat die Neuapostolische Gemeinde ihren Andachtsraum im Haus Ungargasse 27. 

In Erdberg besteht eine Konzentration türkisch-muslimischer Bewohner, die sich infolge ihrer tiefen Frömmigkeit im Haus Keinergasse 18 einen muslimischen Andachtsraum schufen.

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Frühgeschichte - Buchauszug 2 “Kulturgeschichte des Dritten Bezirks”

Finden Sie hier periodisch einige Auszüge aus dem Buch, veröffentlicht vom Bezirksmuseum Landstrasse, Wien 3

Kapitel 2: FRÜHGESCHICHTE

Die einzige Information über die Besiedlung unseres Bezirks in der Urzeit, aus der es keine schriftliche Überlieferung gibt, kann man den archäologischen Funden entnehmen. Als Siedlungsgebiete wurden in dieser Zeit Örtlichkeiten gewählt, die sowohl für die damaligen Lebensbedingungen  günstig, als auch leicht zu verteidigen waren. Die Tatsache, dass an verschiedenen Stellen Funde aus verschieden weit auseinander liegenden Epochen gemacht wurden, beweist die kontinuierliche Nutzung solcher Örtlichkeiten trotz eventueller zeitweiser Zerstörung infolge feindlicher Handlungen. Im Wiener Raum konnten die meisten vorgeschichtlichen Auffindungen – von der ausgehenden Steinzeit bis zum Beginn der römischen Landnahme – auf dem Leopoldsberg, einem Ort, der beiden oben angeführten Forderungen entsprach, gemacht werden. An diesen ältesten Ansiedlungsmittelpunkt reihten sich gegen Südosten weitere Siedlungsstätten.

 b2ap3_thumbnail_RENNWEG-16-NEOLITHISCHE-WOHNGRUBE-4.jpgNeolithische Wohngrube (Fundort Rennweg 16)

In unserem Bezirk wurde als ältester Fund 2005 während des Umbaues des ehemaligen Gebäudes der Staatsdruckerei zu einem Fünfsternehotel eine jungsteinzeitliche Siedlungsgrube (vor 2.000 v. Chr.) aufgedeckt; alle frühen sonstigen Ausgrabungen stammen aus der mittleren und späten Bronzezeit (in Mitteleuropa ungefähr 1300-800 v. Chr.). Sie zeigen, dass bereits damals in unserem Gebiet Menschen gelebt haben, hier starben und bestattet wurden, geben aber keinen Aufschluss über deren Volkszugehörigkeit. Zwei Zufallsfunde aus dieser Zeit – mehrere Urnen samt Rinder- und Pferdeknochen sowie einer  Hirschgeweihstange wurden 1907 in fünf Meter Tiefe beim Bau der ehemaligen Staatsdruckerei am Rennweg gefunden und eine Bronzenadel im Bereich Prinz-Eugen-Straße 1 geborgen – veranschaulichen das oben Gesagte. Nach dem Mitte des 19. Jahrhunderts in der Nähe von Hallstatt gefundenen Gräberfeld mit aus Eisen gefertigten Funden trägt die nun folgende Kulturepoche den Namen Hallstattzeit oder ältere Eisenzeit (800-400 v. Chr.), ...
Im Bezirksmuseum oder im Onlineshop beziehbar  weiter im Buch

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Arsenal - früher Kommandantur - jetzt Objekt 1

Wenn ich historische Gebäude und Ansichten male, möchte ich über das malerisch-künstlerische hinaus auch für den historischen Hintergrund das Interesse wecken.

Arsenal_PA250059

Das Arsenal im 3. Bezirk ist eine architektonisch einmalige Leistung, an der neben den beiden Architekten Sicardsburg und van der Nüll auch Carl Roesner, Antonius de Riegel, Theophil Hansen und Ludwig Förster beteiligt waren.

Der Eingangsbereich die "frühere Kommandantur" zeigt schon die großartige Grundform, und das setzt sich im gesamten Kompositionsentwurf fort. Das derzeitige Objekt 1 wird von Privatfirmen und auch für Wohnraum genutzt.

Ich bin immer wieder von diesem einmaligen Komplex fasziniert und habe schon oft Ansichten dieser wunderschönen Anlage im Bild festgehalten.

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Der Schubertturm in der Erdbergstraße

Franz Schubert wohnte im Sommer 1816 einige Wochen bei einigen seiner Freunde im Wohnturm des Hauses Erdbergstraße 17, das dem Ehepaar Watteroth gehörte. Watteroths Studenten bestellten bei ihm die Komposition einer Kantate anlässlich des bevorstehenden Namenstagsfestes ihres Professors am 13. Juli. Der junge Komponist führte zu dieser Zeit ein Tagebuch und er schrieib:

17. Juny 1816 An diesem Tag componirte ich das erste Mahl für Geld. Nähmlich eine Cantate für die Nahmensfeyer des Hr. Professors Wattrot von Dräxler. Das Honorar ist 100 fl. W. W.

Im Jahr 1923 wurde vom Schubertbund an der Fassade des ehemaligen Alt-Wiener-Hauses Erdbergstraße 17 diese Gedenktafel angebracht, die, nachdem das Haus 1944 durch Bombentreffer zerstört war, am Wohnturm befestigt wurde.

Da sie schon sehr verwittert ist, geben wir Ihnen hier den Text:

FRANZ SCHUBERT wohnte im Jahre 1816 in diesem Hause. Am 24. Juni 1816 wurde hier im Garten seine Kantate PROMETHEUS aufgeführt. Gestiftet vom Wiener Schubertbund 1923

Das Haus erlitt im Zweiten Weltkrieg einen Bombenschaden, an seiner Stelle schloss jahrelang eine Mauer das Grundstück gegen die Erdbergstraße ab.

Anfang Dezember 2006 war es dann so weit: Nachdem das Grundstück, auf dem der Schubertturm steht, verkauft worden war, wurde mit dem Abbruch desselben begonnen. Auf Intervention der Bezirksvorstehung wurden die Arbeiten eingestellt, und ... lesen sie hier weiter

 

 

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Ein Pestkreuz erinnert an das Jahr 1713

Pestkreuz bei der Baumgasse - Bild Aquarell von Adolf Albin Blamauer

 

PESTKREUZ BEI DER BAUMGASSE  Dort, wo die Baumgasse von der Landstraßer Hauptstraße abzweigt - seit kurzem ist der kleine Platz nach dem Gründer der Pfadfinderbewegung Emmerich Teuber benannt - steht eine Säule, die an das Pestjahr 1713 erinnert.
Sie ist das Beispiel eines typischen barocken Bildstockes, die häufig an Wegkreuzungen errichtet wurden. Die Halbreliefs an den vier Seiten sind noch gut zu erkennen.
An der Vorderseite sieht man eine Darstellung der Kreuzigung Christi.

 

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Brücken im Dritten - ehem. Karolinenbrücke

 

b2ap3_thumbnail_Blog ehem karolinenbrücke im stadtpark.jpg 

Diese nicht mehr bestehende Brücke verband ebenso wie der heutige Übergang die beiden Stadtparkteile als Brücke über den Wienfluss und wurde nach Karoline-Auguste, der vierten Ehefrau des österreichischen Kaiser Franz I. benannt.
1855 wurde die auf dem Foto gezeigte Eisenkonstruktion nach dem System Neville mit einer Spannweite von 37 Metern und einer Breite von 5,8 Metern erbaut.
1900 erfolgte ein Umbau, 1920 die Abänderung des Namens in Stadtparkbrücke. 1945 wurde sie von den deutschen Truppen gesprengt. erst 1949 konnte an dieser Stelle eine Holzkonstruktion als Provisorium errichtet werden.
Lesen Sie weitere Details in unseren Bezirksnachrichten im Shop und besuchen Sie unsere Bilderdatenbank mit Brücken hier

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Brücken im Dritten - ehem. Kleiststeg

Ehemaliger Kleiststeg

Ehem Kleiststeg: dieser im Jahre 1903 über die ehemalige Verbindungsbahn im Verlauf der Kleistgasse errichtete Fußgängersteg als Eisenkonstruktion wurde ebenso wie die gleichnamige Gasse nach dem deutschen Dichter Heinrich von Kleist benannt. Übrigens hieß die Kleistgasse bis 1877 Tegetthoffgasse.

1944/45 wurde der Steg zerstört, aber schon bald nach Kriegsende gab es einen behelfsmäßigen Übergang. Dann ab 1962 eine neue Konstuktion , die aber 1968 durch die auf dem Foto sichtbare Stahlbetonkonstruktion ausgetauscht wurde. Anlässlich der Tieflegung der Schnellbahn in diesem Bereich verschwand der Steg.

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Kneippbrunnen im Stadtpark

Der Kneippbrunnen im Stadtpark

Im Landstraßer Teil des Stadtparks steht seit 1912 ein wenig beachteter Brunnen, der zur Erinnerung an den bayrischen naturheilkundigen Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) 1912 errichtet wurde.
Nach der Behebung der Schäden durch die Vereinigten Metallwerke, die im 2. Weltkrieg entstanden waren, wurde das Denkmal 1951 wieder aufgestellt.

Der Stadtpfarrer von Wörishofen entwickelte ein Heilverfahren zur Vorbeugung und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen, vegetativ-nervalen Funktionsstörungen und sogenannter Zivilisationskrankheiten.
Die von ihm empfohlenen Kneipp-Kuren sind heute in der physikalischen Therapie verankert. Bild: ©: Georg Kiss

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Ein längst verschwundenes Schlössl in Erdberg

Das verschwundene Schloessl

An der heutigen Anschrift Erdbergstraße 29 - heute befindet sich dort die Firma Henkel-Austria - stand bis 1868 ein ansehnlicher Schlossbau. In unserem Bildarchiv befindet sich seit Jahrzehnten das beigefügte Bild. Ich erwähnte das Gebäude nur anlässlich von Führungen, wenn ich mit einer Gruppe dort vorbeikam. Sonst war es für mich bisher nicht weiter von Interesse.

Im Sommer 2012 erhielt ich aus England ein Mail mit der Anfrage bezüglich der näheren Umstände des Verkaufs der Liegenschaft durch die Witwe des Fürsten Andrej Rasumofsky Konstantine, geborene Gräfin Thürheim im Jahr 1838. Der Nachricht war die Abbildung der in englischer Sprache verfassten Versteigerungsankündigung

beigefügt.Urkunde Rasumovsky

Nun wurde es interessant, weil ich bisher der Meinung war, dass der Käufer des Palais Rasumofsky Fürst Alois Liechtenstein den gesamten Besitz um den Preis von 190.000 Gulden und eine jährliche Leibrente von 12.000 Gulden von der Witwe erworben hatte. Das war aber nicht geschehen, weil mir in dem Mail mitgeteilt wurde, dass die Verkäuferin diesen Teil des Erbes mit einem Ausrufpreis von 180.000 Gulden zur Versteigerung angeboten hatte.

Nun versuchte ich, die Angelegenheit zu klären und entdeckte folgendes. Schon 1765 hatte Graf Zeno Montecuccoli hier ein Gartengebäude errichten lassen, das 1785 durch Daniel Tschida erweitert wurde. 1807 erwarb es Rasumofsky, der hier seinen Gartenarchitekten Konrad Rosenthal - nach ihm wurden die späteren  Rosenthalschen Gründe an der äußeren Landstraßer Hauptstraße benannt - für die Dauer der Gartengestaltung einquartierte.

Bei der Versteigerung im Jahr 1838 ging der Besitz an einen Herrn namens Franz Huber, der ihn noch im selben Jahr an einen Grafen D'Orsay verkaufte. 1868 erwarb dann Josef von Baechle das Gebäude und den Garten, und 1869 wurde durch den Baumeister Schneider hier ein zweistöckiger Neubau errichtet.

Noch zwei Anmerkungen: Der ursprüngliche Rasumofskysche Besitz hatte sich von der heutigen Rasumofskygasse bis zur Schwalbengasse und hinunter bis zum Donaukanal erstreckt. Und die im Vasquez-Plan von 1830 eingezeichnete ehemalige Donaugasse wurde 1838 zur D'Orsaygasse und schließlich 1862 zur Wassergasse.

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Das Staatsgründungsdenkmal im Schweizergarten

Das Staatsgründungsdenkmal

Ich erhielt einen Anruf des Redakteurs der BZ (Bezirkszeitung) Stefan Inführ, der mich  zum Staatsgründungsdenkmal im Schweizergarten befragte.
Ich erzählte ihm, dass es 1966 nach einem Entwurf des Architekten Berthold Gabriel vom Bildhauer Heinrich Deutsch geschaffen wurde und sowohl an die Gründung der Ersten wie auch der Zweiten Republik sowie an  Karl Renner erinnern soll, der wesentlich mit diesen beiden Eckpfeilern unserer Demokratie verbunden ist.
Wir verabredeten uns im Schweizergarten, wo mich Herr Inführ sowohl zu diesem Denkmal wie auch zum Befreiungsdenkmal am Schwarzenbergplatz interviewte. Auf seine Frage, ob ich mir vorstellen könne, dass das Befreiungsdenkmal irgendwann auf Initiative einer österreichischen Rechtspartei abgebrochen werden könnte, antwortete ich ihm, dass ich mich zu jeder Zeit vehement gegen solche Pläne wenden würde.

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Denkmal für einen Lehrer

Rudolf-Steiner-Denkmal Für den weltbekannten Anthroposophen Rudolf Steiner gibt es im Schweizergarten ein Denkmal. Er wurde 1861 in Kroatien geboren, studierte von 1879 bis 1882 an der Wiener Technik Mathematik, Chemie, Physik und Biologie. Daneben unterzog er sich einem Literatur-, Geschichts- und Philosophiestudium.

Rudolf Steiner Denkmal Wien3

Von 1882 bis 1890 arbeitete Dr. Steiner freiberuflich als Privatlehrer, Redakteur und Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften.
Von 1890 bis 1897 war Dr. Steiner fester Mitarbeiter am Goethe-Schiller-Archiv in Weimar; anschließend war er in Berlin als Journalist und Redakteur tätig.
Während dieser Zeit findet man ihn auch als Vortragenden an der von Wilhelm Liebknecht gegründeten Arbeiter-Bildungsschule.
1902 wurde er Mitglied der Deutschen Theosophischen Gesellschaft. In den Jahren zwischen 1910 und 1913 wurden seine vier "Mysteriendramen" in München uraufgeführt.
1913 trennte sich Steiner von der Theosophischen Gesellschaft, um selbst die "Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft" zu gründen, deren Kult- und Lehrstätte das "Goetheanum" in Dornach/Schweiz wurde.
1919 übernahm Dr. Rudolf Steiner die Leitung der Stuttgarter Waldorfschule. Der Industrielle Waldorf beauftragte ihn mit der Unterrichtung der Kinder seiner Mitarbeiter in der "Werks-Schule", nach seiner neuen antoprosophischen, damals revolutionären, Lehre.
1925 starb der Wissenschafter in Dornach. Siehe weitere Beschreibung auf der Museumsseite

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Erhaltene Hauszeichen auf der Landstrasse

Haus zum Goldenen Sattel

Hausnamen und Hauszeichen bildeten bis zur Einführung der Konskriptionsnummern unter der Regierung Maria Theresias im Jahr 1771 die einzige Möglichkeit zur Auffindung von Häusern.

Vielfach blieben diese inzwischen lieb gewordenen Bezeichnungen aber auch danach noch erhalten. Im dritten Bezirk gibt es noch einige Hauszeichen zu sehen, wie zum Beispiel das Haus Zum Kopf (Sünnhof, Landstraßer Hauptstraße 28), das Haus Zum roten Apfel (Landstraßer Hauptstraße 70), das Haus Zum Bodensee (Landstraßer Hauptstraße 110) und das Haus Zum Kometstern (Landstraßer Hauptstraße 112). Bis in unsere Zeit haben sich Hausnamen bei Apotheken und Gasthäusern erhalten.

Sehen Sie hier weitere Bilder.

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Gedenkstätten, Hauszeichen und Denkmäler im 3.

(in Arbeit) Bitte um Ihre Vorschläge und Bilder zur Ergänzung

Ährenträgerin-Statue (Margaretha Hanusch), Schlachthausgasse 3

Baumsetzer, Bronzeplastik (Franz Fischer) 1960, Fiakerplatz
Befreiungsdenkmal, Grünanlage Schwarzenbergplatz
Brunnen mit Haustiergruppe (Gertrude Conrad), Kleingasse 6-18
Brunnen mit zwei Kindern (Hans Knesl), Gestettengasse 6-8
Bukowski Gejza, Hansalgasse 3

Christus-Statue in Ketten, Elisabethinenkirche, Landstraßer Hauptstraße 4 a
Cyrill- und Method-Denkmal, Parkgasse 18

Deportationen, Grünanlage Aspangstraße vor ONR 2 (s. Es war einmal: Aspangbahnhof)
Die Lauschenden (Siegfried Charoux), Am Modenapark 8-9
Donauweibchen-Brunnen (Fellinger), Stadtpark
Drachenweibchen (Rudolf Bacher), Steingasse 15
Dreifaltigkeitssäule am Beginn der Radetzkystraße

Eminescu Mihail, rumänischer Dichter, Dianagasse 8, Kollergasse 3, Gärtnergasse 5
Erste-Dampfkraftanlage-Gedenktafel, Prinz-Eugen-Straße 15

Familie (Margaretha Hanusch), Landstraßer Hauptstraße 94/Neulinggasse 3
Fiakerdenkmal (Josef Engelhart), Fiakerplatz
Fiakerdörfl-Mosaik (Otto Trubel), Hainburger Straße 70
Frühling-Statue, Landstraßer Hauptstraße 18
Fürstenhof-Gedenktafel, Beatrixgasse 19 a

Gänseweide, Reliefplastik Kegelgasse 44
Gnadenstuhl, Reliefplastik, Landstraßer Hauptstraße 4
Gutenberg, Sgraffitis, Tongasse 12

Hanak-Skulpturen, Radetzkystraße 2
Hanusch-Denkmal (Rudolf Schmidt), Ludwig-Kößler-Platz 1
Hochstrahlbrunnen, Grünanlage Schwarzenbergplatz

Johannes-Nepomuk-Statue, Erdbergstraße 60
Johannes-Nepomuk-Statue, Rennweg 2
Johannes-Paul-Denkmal, Rennweg 5 a
Josef-Statue, Ungargasse 42

Karadzic, Vuk Stefanovic-Büste, Rasumofskygasse 22
Kardinal-Nagl-Mosaik, Erdbergstraße 92
Karl-Borromäus-Brunnen, Karl-Borromäus-Platz vor dem Amtshaus
Kinderrutsche (Josef Hanusch), Rabenhof
Kneipp-Denkmal, Stadtpark
Kollar, Jan, Ungargasse 5 / Beatrixgasse 8
Kollek, Teddy, Landstraßer Hauptstraße 147

Landstraßer Bezirkswappen und Plan, Beatrixgasse 25
Landwirtschaft, Fresko, Eslarngasse 18

Madersperger, Josef, Landstraßer Hauptstraße 173
Marienkrönung, Reliefplastik, Landstraßer Hauptstraße 13
Marokkanischer Brunnen, Traungasse / Marokkanergasse
Mautner-Markhofsches Kinderspital, Baumgasse 75
Mohs'sche Härteskala, Hohlweggasse 31
Mosaik zur Töpferei, Fassade Tongasse 9
Moser, Koloman "Kolo", Landstraßer Hauptstraße 138
Mozart-Gedenkstätte, Bronzerelief (Margaretha Hanusch), Landstr.Hptstr.75-77
Mundy, Jaromir, Denkmal, Radetzkystraße 1
Musizierende Kinder (Margaretha Hanusch), Rabenhof, Hainburgerstraße 68
Muttergottes, Landstraßer Hauptstraße 47-49

Nepomukstatue vor der Erdberger Kirche
Nikolaus-Statue, Landstraßer Hauptstraße 11

Obelisk "10 Jahre Wohnpark", Landstraßer Hauptstraße zwischen 146 und 148
Obelisk,"150 Jahre Landstraße", vor der VHS Hainburgerstraße 25-31
Ochsengries-Mosaik, Invalidenstraße 19

Pferdemosaik (Giselbert Hocke), Durchgang vom Fiakerplatz zum Hainburger Weg

Reithalle der ehemaligen Krimsky-Kaserne, Baumgasse 24

Pestkreuz, Landstraßer Hauptstraße /Baumgasse (1750 "Steinerne Creutz Säulle")
Petrusstatue, Kundmanngasse 29
Petrusstatue, Petrusgasse 10
Pfadfindergründung, Apostelgasse 5
Pferdebändiger-Gruppe, Grünanlage Ungargasse 60
Pflügender Bauer, Terrakottarelief (Alfons Riedel), Wildganshof

Sallinger, Rudolf-Büste, Rudolf-Sallinger-Platz
Salvator-Statue, Ungargasse 28
Scharlachrennen, Mohsgasse 37
Scherzo-Bronzeplastik (Josef Müllner), Modenapark
Schlachthof-Toranlage "Stiere" (Anton Schmidgruber), Viehmarktgasse
Singende Knaben (Siegfried Charoux), Hofmannsthalgasse 12-24
Skulptur (Rudi Wach), Ungargasse 33
Staatsgründungs-Denkmal, Schweizer Garten
Steiner, Rudolf-Denkmal, Schweizer Garten
Steinskulptur, Grünanlage vor Reisnerstraße 53
Suess, Eduard-Büste, Grünanlage Schwarzenbergplatz
Svetlinsche Nervenklinik, Leonhardgasse 3-5

Tänzerin, Bronzestatue (Walter Leitner), Rochusgasse 3-5 (Durchgang)
Tell-Wilhelm-Statue, Reisnerstraße 7
Tierhetztheater 1790, Mosaik, Landstraßer Gürtel 33
Türkenkriege, Reliefplastik, Untere Weißgerberstraße 38

Umlaufbahnen, Stahlguss (Karl Anton Wolf), Gigergasse vor ONR 10
Unbefleckte Empfängnis, Landstraßer Hauptstraße 64

Vogelflug, Plastik, Barthgasse 13-17

Wehende Fahnen, Edelstahlplastik (Gero Schwanberg), Vord. Zollamtsstraße 1
Wiener-Geserah-Gedenktafel, Kegelgasse 40 (s. Geschichte)
Wiener-Männer-Gesangverein-Gedenktafel, Am Heumarkt 13
Wilczek, Josef-Büste, Radetzkystraße 1
Wildgans-Büste (Alfons Riedel), Wildganshof
Wilhelm-Tell-Statue, Reisnerstraße 7

Hauszeichen
Zum Bodensee, Landstraßer Hauptstraße 110
Zum Fasan, Fasangasse 2
Zum Goldenen Karpfen, Marxergasse 33
zum Grünen Baum, Gärtnergasse 5
Zum Grünen Kranz, Landstraßer Hauptstraße 30
Zum Kometstern, Landstraßer Hauptstraße 112
Zum Phönix, Rochusgasse 7
Zum Roten Apfel, Landstraßer Hauptstraße 70

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Landstrasser Wassernutzung am Wiener Neustädter Kanal, 1822

Es ist allgemein bekannt, dass der ehemalige künstliche Wasserweg des Wiener Neustädter Kanals ab 1804 für die Schifffahrt zwischen der damaligen Haupt- und Residenzstadt Wien und Pöttsching südlich von Wiener Neustadt genutzt wurde. Dass aber das Wasser des Kanals, das übrigens aus der Schwarza/Leitha und dem Kehrbach - ein 16 Kilometer langer künstlicher Wasserweg im südlichen Niederösterreich, der ursprünglich zur Befüllung des Grabens rund um die Burg von Wiener Neustadt diente - abgeleitet wurde, auch zum Antrieb von Maschinen verfügbar war, ist heute weitgehend vergessen.

Wr. Neustädter Kanal - Lageplan Obere Bahngasse

Die dazu notwendigen Ableitungen befanden sich jeweils unmittelbar vor einer der Kanalschleusen. In unserem Planarchiv befindet sich der historische Situations-Plan für den Hafen-Abschluss-Schlauch des Wr. Neustädter-Canals vom Hafen am Rennweg bis zur Einmündung in den Wienfluss für die zum Wr. Neustädter-Schiffahrts-Canale im Rayon Wien gehörigen Grundparzellen, 1822 (der Name des Planes ist tatsächlich so umständlich und lang!), auf dem zwei dieser Zuleitungen zu sehen sind.
Im Bereich der heutigen städtischen Wohnhausanlage Unger-Hof in der Oberen Bahngasse bestand über mehr als einhundert Jahre die Furnierfabrik L. Kattus & Sohn (weitere Details dazu in unserer Homepage), die das Kanalwasser vor der Schleuse an der heutigen Kreuzung Rennweg/Fasangasse zum Antrieb ihrer Maschinen entnahm.

Interessant ist, dass während der Bauarbeiten für die Flughafen-Schnellbahn hier ein begehbarer Schacht aufgedeckt wurde, in dem sich noch immer die Rohrleitung befand, die für die Rückführung des Antriebwassers in den Kanal verwendet wurde. An der Stelle, wo die Beatrixgasse das Kanalbett kreuzt, befand sich eine weitere Schleuse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier bestand von 1822 bis 1856 eine Stuckbohrerei an der Stelle des späteren Beatrixbades (Linke Bahngasse 9/Beatrixgasse 14). In diesem Betrieb wurden die von der Gießerei gelieferten halbfertigen Kanonrohre gebohrt. Dem Kriegs-Handwörterbuch von Theodor Hildebrandt (1820) entnehme ich, dass zum Bohren von Kanonrohren 16 bis 18 verschiedene Bohrungen, die letzte wurde als "Kaliberbohrung" bezeichnet, notwendig waren

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Dreifaltigkeitssäule Einweihung 12. November 1856

DREIFALTIGKEITSSÄULE IN DER RADETZKYSTRASSE DREIFALTIGKEITSSÄULE RADETZKYSTRASSE BILD 5

Das Kapitell der Säule ist mit Engelsköpfen geschmückt und trägt auf einer Weltkugel die Darstellung der Dreifaltigkeit.

Die Inschrift auf der Vorderseite des Sockels der Säule lautet: Errichtet im Jahre 1683 zum Andenken an die unfern von hier gestandene im Jahre 1673 erbaute und anno 1683 bei der Türkenbelagerung zerstörte Kirche.
Renoviert im Jahre 1713 aus Dankbarkeit für das Aufhören der Pest.
Bei der erwähnten Kirche handelt es sich um die ehemalige Weißgerber Margaretenkirche, die etwa an der Kreuzung obere Löwengasse und Radetzkyplatz an der Stelle der heutigen Radetzky-Apotheke stand.
Auf der Rückseite des Sockels findet man folgenden Text: An diese Stelle versetzt und renoviert aus Anlass des Baues der Radetzkybrücke. Eingeweiht am 12. November 1856.

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Ehem. Brücke zum Erdberger Maiss

Dieses Gebiet war ursprünglich ein Waldflecken (mais = Jungholz), der von einer Schlinge der hier vorbeifließenden Donau (heute Donaukanal) in großem Bogen umschlungen war.

Ein Nebenarm verlief quer durch den Maiß, wodurch ein Teil desselben auf einer Insel lag, die "Schrankenhäufel" genannt wurde. So war der Erdberger Maiß vom damaligen Dorf Erdberg durch diesen Flußlauf getrennt und nur über eine schmale Holzbrücke im Verlauf der heutigen Erdbergstraße erreichbar. Auf dem obenstehenden Planausschnitt, der aus der Zeit vor 1770 stammt, ist diese Brücke gut erkennbar.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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Das Befreiungsdenkmal - 1000 mal gesehen - 1 Geschichte

DAS BEFREIUNGSDENKMAL AM SCHWARZENBERGPLATZ
Kurz nach der Befreiung Wiens im April 1945 wurde vom Wiener Kommando der sowjetrussischen Armee befohlen, dass ein solches Denkmal errichtet werden soll.

BEFREIUNGSDENKMAL FOTO

Der Entwurf dafür stammte von Major C. G. Jakowlew, die Skulpturen schuf Leutnant M. A. Intisarjan und die Gesamtleitung wurde Major Ing. M. S. Schönfeld übertragen.
Bereits am 19. August 1945 wurde das Denkmal enthüllt und am selben Tag der Obhut der Gemeinde Wien übertragen. Mit der Verpflichtung, das Denkmal ewig zu schützen und zu pflegen.
Auf der zwanzig Meter hohen Säule erhebt sich eine zwölf Meter große Statue eines Rotgardisten, der eine Fahne in der Hand hält. Ein Marmorsockel, auf dem der Tagesbefehl Stalins an seine Truppen in Wien anlässlich der Eroberung unserer Stadt vermerkt ist, dient als Basis für die darüber befindliche Säule.
Hinter diesem Denkmal steht eine acht Meter hohe halbrunde Balustrade, an deren Enden je eine Gruppe kämpfender Soldaten zu sehen ist.

Der zum 3. Bezirk gehörende Teil des Schwarzenbergplatzes hieß von 1945 bis 1956 Stalinplatz.
Für uns Landstraßer ist auch wichtig, dass die Schweiss- und Montagearbeiten der Metallstatue vom Landstraßer Facharbeiter Ernst Hawlik durchgeführt wurden.

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Archäologische Grabungen im Dritten Bezirk (9)

   ASPANGGRÜNDE ARCHÄOLOGIE RÖMERSTRASSEAuf den Aspanggründen wurde von der Wiener Stadtarchäologie wieder ein interessanter Fund aus der Römerzeit gemacht.
Man deckte dort den Rest einer römischen Straße auf, der sich parallel zur oberen Landstraßer Hauptstraße - etwa in der Höhe der Leberstraße - befindet.
Zweifellos handelt es sich dabei um einen Verbindungsweg von der Römerstadt zur Limesstraße, vielleicht sogar zur ehemaligen Donau, dem heutigen Donaukanal. Die auf dem Foto erkennbaren Häuser zeigen die Hinterfront der Gebäude Rennweg 98 und 100.

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St. Marx

1986 verfasste ich ein Museumsheft mit dem Schwerpunkt St. Marx. Weil sich inzwischen dort einiges verändert hat, möchte ich in der nächsten Zeit - ich schreibe diesen Text im Frühjahr 2007 - eine umfassende Ausstellung über diesen Teil unseres Bezirksgebietes gestalten.

Warum dieser Bezirksteil diesen Namen trägt, wird auf der Seite St. Marxer Versorgungshaus erzählt. Dort sind auch einige historische Fotos zu finden.

Auch über das als "Bauch von Wien" bezeichnete ehemalige Schlachthaus St. Marx berichte in in unserer Homepage. Hier ist allerdings inzwischen nachzutragen, dass der Rinderschlachthof, der nach Informationen aus den Reihen der Bezirkspolitiker möglicherweise bald als Oldtimer-Ausstellungsort mit angeschlossenem Gastronomiebereich genutzt werden wird, bereits in neuem Glanz erstrahlt.

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Das Innere der Halle besticht durch seine Schönheit und klaren Formen

In unmittelbarer Nähe der Rinderhalle wurde vor einigen Jahren an der linken Seite des Rennwegs das T-Center mit der Anschrift Rennweg 97-99 errichtet.

Lesen Sie hier weiter auf unserer Museumswebseite

 

 

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Stadionbrücke

Brücken im Dritten- Die Verlängerung unserer Schlachthausgasse über den Donaukanal trug schon viele Namen.
kaiser josefs brückeAnlässlich der Eröffnung der Wiener Weltausstellung im Jahr 1873 wurde hier von der französischen Firma Fives-Lille eine Brücke gebaut, die den Namen Kaiser Josefs-Brücke erhielt.
Im Vordergrund unseres Bildes ist das ehemalige Strombad zu sehen, im Hintergrund bemerkt man das Fouragemagazin, in dem beispielsweise das Futter für die Reitpferde der Krimsky-Kaserne - ehemals in der heutigen Baumgasse - gelagert war.


1919 wurde die Brücke in Schlachthausbrücke umbenannt. 1929 musste diese aber für den Verkehr gesperrt werden, weil bauliche Mängel auftraten. Im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungsprogramms wurde 1936/37 eine Bogenbrücke erbaut, mit deren künstlerischer Ausgestaltung Hermann Kutschera betraut wurde. Nun war die Geburtsstunde der Stadionbrücke gekommen.
Während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wurde sie wie alle anderen Donaukanalbrücken von der zurückweichenden deutschen Armee gesprengt. Im Herbst 1946 begannen die Arbeiten am Bau einer provisorischen Pionierbrücke, die im Dezember 1947 dem Verkehr übergeben werden konnte. Es dauerte bis 1969, dass die heutige Brücke, deren Stahlkonstruktion von der Firma Waagner Biro gefertigt wurde, fertig gestellt war.

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Verbindungsbahnbrücke

BRÜCKEN IM DRITTEN - Als die seit 1857 vom Südbahnhof zum heutigen Bahnhof Wien Mitte führende Verbindungsbahn - Planung Carl Ritter von Ghega -aus strategischen Gründen zum Nordbahnhof verlängert werden sollte, wurde vorerst 1859 eine Holzbrücke über den Donaukanal erbaut, die dann durch eine zweigleisige Ketten-Hängebrücke - Konstruktion von Friedrich Schnirch (nach ihm wurde 1888 eine Gasse in Erdberg benannt) - bis 1860 ersetzt wurde. 

 

Modell der von Schnirch konstruierten Brücke Das Modell der Kettenbrücke von Fr. Schnirch

Schon der Belastungstest war unbefriedigend, weil sich die Brücke absenkte und Verwindungen auftraten.

Ab 1880 durfte die Brücke dann nur noch jeweils eingleisig unter Einhaltung einer Geschwindigkeitsbegrenzung befahren werden. Im August 1884 wurde sie zum letztenmal benützt. Es dauerte nur sieben Wochen, bis die neue schmiedeeiserne Gitterfachwerk-Bogenbrücke fertiggestellt war, die im April 1945 von den zurück weichenden deutschen Truppen gesprengt wurde.
Die Rote Armee sorgte für die provisorische Errichtung einer Behelfsbrücke auf Holzjochen, die bis 1951 in Verwendung stand.
Die heutige Brücke, die von der S-Bahn befahren wird, wurde 1952/53 unter Verwendung der alten Pfeiler erbaut. Die Stahlarbeiten wurden von der VÖEST durchgeführt.

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